Die Gründerwelle rollt - neuer österreichischer Gründerrekord!

22.460 Jungunternehmer wagten 1999 den Sprung in die Selbständigkeit

Wien(PWK) Die von der Wirtschaftskammer Österreich jährlich durchgeführte Zählung echter Neugründungen ergibt für das Jahr 1999 einen neuen österreichischen Gründerrekord: 22.460 Gründerinnen und Gründer starteten im vergangenen Jahr in die Selbständigkeit durch. Während vor 1996 jährlich zwischen 14.000 und 15.000 neue Unternehmen entstanden, waren es 1996 bereits 19.800 und 1997 sogar 21.700. Mit 20.600 Gründungen im Jahr 1998 hatte die Dynamik nur wenig nachgelassen - und übertraf 1999 alles bisher Dagewesene.

"Für uns als Wirtschaftskammer war und ist eine neue Gründergesinnung in Österreich ein wichtiges Anliegen. Wir haben dafür in den letzten Jahren wichtige Maßnahmen durchgesetzt und unsere Gründungs-Beratung laufend verbessert - bis hin zum Gründer-Service der Wirtschaftskammern, das seit vergangenem Jahr als one-stop-shop für Gründer fungiert. Das Ergebnis unserer Maßnahmen kann sich sehen lassen, wie der neue österreichische Gründerrekord zeigt", bilanziert Wirtschaftskammer-Präsident Leo Maderthaner.

Nach einer Studie des Instituts für Klein- und Mittelbetriebe an der WU Wien (Univ.Prof. Hermann Frank) bezeichnen 80% der österreichischen Gründer das Gründer-Service der Wirtschaftskammern als hilfreich bzw. sehr hilfreich. Ein fast gleich hoher Prozentsatz (77,5%) hält die von der Wirtschaftskammer angebotene Gründer-Beratung für wichtig. Die Qualität der Beratung, so die Studie, wird von den Gründern als sehr gut wahrgenommen. Die Studie ortet unter den Gründern des vergangenen Jahres zudem eine sehr optimistische Grundstimmung. "Wir werden alles dafür tun, dass dieser Pioniergeist sich fortsetzt und die besten Rahmenbedingungen vorfindet. Es muss unser Ziel sein, Österreich zum gründerfreundlichsten Land Europas zu machen", erklärte der Wirtschaftskammer-Präsident.

Mit dem Neugründungs-Förderungsgesetz (NEUFÖG) hatte die alte Bundesregierung eine wichtige gründerpolitische Forderung der Wirtschaftskammer Österreich und insbesondere der Jungen Wirtschaft Österreich umgesetzt. Dieses Gesetz befreit Neugründer und Unternehmer, die einen Betrieb gegründet haben, rückwirkend ab 2. Mai 1999 von Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben und diversen Steuern und Gebühren (z.B. Grunderwerbsteuer, Firmenbucheintragungsgebühren, Grundbucheintragungsgebühren, Gesellschaftssteuer, Börsenumsatzsteuer). Nach neuesten Berechnungen der Wirtschaftskammer Österreich ersparen sich Gründer mit diesem Erfolg des Gründer-Service 120 Millionen Schilling pro Jahr.

"Gerade angesichts der niedrigen Eigenkapitaldecke vieler junger Unternehmen ist jede unnötige Steuer- und Gebührenbelastung in der Gründungsphase ein Problem. Uns war aber vor allem auch die Signalwirkung dieses Gesetzes ein Anliegen. Der Staat muss Gründer willkommen heißen, statt sie zur Kasse zu bitten, bevor sie noch einen einzigen unternehmerischen Handgriff getätigt haben", so Wirtschaftskammer-Präsident Maderthaner. Er kündigte für die Wirtschaftskammern eine weitere Intensivierung der Gründer-Unterstützung an. "Die Service-Standards und Beratungszahlen werden laufend erhöht, das Programm der 4. bundesweiten Gründerwoche (1. Maiwoche) kann sich wieder sehen lassen und erstmals steht auch der Tag der Wirtschaft (30.-31. Mai 2000) ganz im Zeichen der Gründer und Jungunternehmer", geht der Leiter des Gründer-Service, Alfons H. Helmel, ins Detail.

Das Gründer-Service als one-stop-shop für die Unternehmer von morgen eröffnet am 1. März 2000 auch seine "virtuelle Filiale". Das Gründer-Service Österreich startet nächste Woche Österreichs großes Internetportal für Gründer und Jungunternehmer. Interessierte können dann unter www.gruenderservice.net alle gründungsrelevanten Informationen auf Knopfdruck abrufen. "Wir wollen mit diesem Internet-Portal für Gründer nicht nur neue Maßstäbe in der Service-Qualität setzen, sondern auch gezielt die jungen Menschen ansprechen - und das in einer innovativen, leicht verständlichen Form", erklärt Helmel.

www. gruenderservice.net bietet umfassendes Informations- und Leistungsprofil

Das neue Internet-Portal bietet zahlreiche Leitfäden, Checklisten und Formulare zum Herunterladen und integriert auch die bestehenden und äußerst erfolgreichen Internet-Börsen: Die von der Jungen Wirtschaft initiierte Nachfolgebörse, die Partnerbörse und die Rent-a-Rentner-Börse sind Teil von www.gruenderservice.net, das laufend aktualisiert und erweitert wird. Ein Informations-Paket des virtuellen Gründer-Service wird dann dem Thema Franchising gewidmet sein. "Über 'gruenderservice.net' freue ich mich besonders: Die Jugend zeigt uns hier, wo es langgeht und ich bin ihr mit unserem Jahresschwerpunkt eBusiness und dem neuen Internetportal der Wirtschaftskammern gerne gefolgt," freut sich Maderthaner über die IT-Kompetenz seiner Gründerspezialisten.

"Mit dem Gründer-Service beraten wir jährlich in ganz Österreich etwa 13.000 Menschen persönlich. Mit unserem Internet-Portal werden wir diese für den Wirtschaftsstandort Österreich unentbehrliche Leistung auf eine zeitgemäße Weise ergänzen. "www.gruenderservice.net" ist künftig die erste Adresse für den erfolgreichen Weg in die Selbständigkeit", so Helmel, der auch über die Erweiterung der Beratungs- und Servicethemen im Gründerservice informierte: "Das Gründer-Service bietet mit Jahresbeginn im Rahmen des Franchise-Forums auch die Beratung und Information zu diesem Zukunftsmarkt an. Bereits heute sind über 3.000 österreichische Unternehmen in Franchise-Systeme eingebunden, ihre Zahl steigt von Monat zu Monat. Mit diesem Gründungsaspekt runden wir die Gründungsmöglichkeiten neben der Neugründung und der Betriebsnachfolge gut und in einer Hand ab."
Die offizielle Präsentation des großen Internet-Portals für Gründer und Jungunternehmer findet am Mittwoch, den 1. März um 14.45 Uhr im Semperdepot (Lehargasse 6-8, 1060 Wien) anlässlich des eDAYs der Wirtschaftskammern statt. (MH)

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