ÖGB-Frauen: Regierung spart auf Kosten erwerbstätiger Frauen

Werden jede Ministerin und jeden Minister nach Frauenschwerpunkten prüfen

Wien (ÖGB). Schwere Vorwürfe kamen heute von den ÖGB-Frauen zum Regierungsprogramm: ”Die Regierung spart auf Kosten erwerbstätiger Frauen”. Im Sinne der Mainstreaming-Politik werden die ÖGB-Frauen jeder Ministerin und jedem Minister die Frage stellen, welchen Stellenwert Frauen in ihrer Politik haben. ++++

Nicht nur die Abschaffung des Frauenministeriums erzürnt die ÖGB-Frauen, sondern auch die Tatsache, dass Frauen nur noch in die Familienrolle gedrängt werden. Frauenpolitik werde nun unter dem Feigenblatt der Familienfreundlichkeit gemacht, so die Kritik. Dies werde als ein massiver Rückschritt bewertet.

Jede Maßnahme zur Sanierung des Budgets treffe berufstätige Frauen massiv, dies hätte eine grundsätzliche Verschlechterung der Situation für Frauen am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zur Folge. Vor allem die kurzfristige Anhebung des Pensionsantrittsalters sowie die hohen Abschläge treffen Frauen in besonders schwerem Ausmaß. Die ÖGB-Frauen befürchten Härtefälle, da viele Frauen auf Grund von zunehmender Arbeitslosigkeit und fehlenden Wiedereinstiegsmaßnahmen keine reellen Chancen haben, Pensionsjahre zu erwerben.

Die ÖGB-Frauen: ”Es fehlen Maßnahmen zur Förderung berufstätiger Frauen, es fehlen Projekte für Wiedereinsteigerinnen, für Migrantinnen, für langzeitarbeitslose Frauen. Dieses reaktionäre Programm richtet sich gegen die Erwerbstätigkeit von Frauen und wird daher von den ÖGB-Frauen entschieden abgelehnt.” (bfm)

ÖGB, 23. Februar 2000 Nr. 101

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