Benzinpreis: Schluss mit der Desinformationspolitik des ÖAMTC

Wien (OTS) - In einer Presseaussendung vom 22.2.2000
argumentiert die "Benzinpreisexpertin" des ÖAMTC, Elisabeth Brugger-Brandau, mit folgender Schlussrechnung: Der Anteil des Rohöls am Benzin ist etwa 10 %, ergo dessen hätte der Benzinpreis in Österreich in den letzten Monaten nur um 12 Groschen pro Liter steigen dürfen. Lassen Sie uns diese These des ÖAMTC durchdenken:

Rohölnotierung vom 21.2.2000: dated Brent 27 $ pro Barrel (bbl., 159l).

Dieser Wert entspricht ATS 377,-/ bbl, daher ergibt sich ein Literpreis von ca. ATS 2,37/Liter. Mit der These eines konstanten Anteiles von 10 % ergäbe sich daher ein kalkulatorischer Pumpenabgabepreis für Benzin von ATS 23,70/Liter !

Der effektive Höchstpreis für Eurosuper liegt zur Zeit auf Selbstbedienungsbasis bei 13,07 ATS/Liter.

Wie erklärt sich dieses Wunder?!

Wie jeder nur einigermaßen mit der Materie Befasste weiß, setzt sich der Pumpenpreis aus einem variablen Anteil und einem fixen Steuersatz (Mineralölsteuer, Pflichtbevorratung) zusammen. Das heisst: Steigt - so wie in den letzten Monaten erlebt - der Rohstoffpreis besonders stark an ( z.B. der Rohölpreis von Beginn des Jahres 1999 von 9 $/bbl auf zur Zeit 27 $/bbl ), so erhöht sich natürlich auch dessen Anteil am gesamten Pumpenabgabepreis; dies sind im Moment etwa 18 %.

Der Fachverband geht davon aus, das diese Zusammenhänge dem ÖAMTC bekannt sind und er nur wider besseren Wissens argumentiert, um in eigener Sache punkten zu können. Sollte dies jedoch nicht zutreffen, ist der Fachverband gerne bereit, dem ÖAMTC die Grundlagen im Detail zu erklären.

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