Pietsch: Sparstift im Straßenbau - Ankündigungspolitik von ÖVP-NÖ und LH Erwin Pröll wird immer klarer

Dem Süden Niederösterreichs droht ein jahrzehntelanger Verkehrskollaps

St. Pölten, (SPI) - "Die Ankündigungspolitik der ÖVP-Niederösterreich und des verantwortlichen Landesverkehrsreferenten Erwin Pröll wird leider immer klarer zu durchschauen. Am Verkehrssektor drohen Niederösterreich in den kommenden Jahren desaströse Zustände - nicht einmal für die laufenden Instandhaltungen sind genug Mittel vorhanden. So wurde das Budget der Bauabteilung in Wiener Neustadt rigoros gekürzt. Mit etwa 135 Millionen Schilling muss Wiener Neustadt in diesem Jahr das Auslangen finden. Damit bleiben dringende Sanierungen auf der Strecke, ja bestimmte unaufschiebbare Maßnahmen können nur notdürftig erledigt werden", kritisiert der Wiener Neustädter SP-Landtagsabgeordnete Karl Pietsch das sich abzeichnende Desaster.****

So kritisieren die Techniker der Bauabteilung, dass dringende notwendige Sanierungen von ramponierten Fahrbahnen im Südraum von Wien wieder einmal sprichwörtlich "auf der Strecke" bleiben werden. Ein Minus von 30 Prozent für die Erhaltung von Bundesstraßen stehen rund ein Fünftel weniger Geldmittel für die Erhaltung der Landesstraßen gegenüber. Massive Bedenken äußern die Techniker vor allem hinsichtlich des Zustandes der Südautobahn. "Der Zustand der A 2 sei schlecht. In rund sieben Jahren wird man nicht umhin kommen, die A 2 südlich von Guntramsdorf ganz zu sanieren", so die Prognose eines Kenners. "Damit rächen sich die Sünden der Vergangenheit und die jahrzehntelange Untätigkeit der Verkehrsabteilung. Der Ausbau und die Sanierung der Südautobahn hätte schon vor Jahren begonnen werden müssen. Wenn Landesverkehrsreferent Erwin Pröll und seine Vorgänger von der ÖVP die Entwicklung rechtzeitig wahrgenommen und reagiert hätten, dann könnten wir heute schon auf einer generalsanierten und verbreiterten Südautobahn fahren", so LAbg. Pietsch.

Doch noch ein weiteres Problem kommt vor allem auf die Pendler und die Wirtschaft im Süden Niederösterreichs zu. Derzeit wird der A2-Abschnitt zwischen Guntramsdorf und Wien generalsaniert und verbreitert. Das bedeutet bis zum prognostizierten Fertigstellungstermin 2012 einen Stau nach dem anderen und vielfältige Behinderungen für die Pendler und die Wirtschaft. Wenn aber bereits in rund 7 Jahren der nächste Sanierungsfall der "Süd" -und zwar von Guntramsdorf in Richtung Süden droht -, dann stehen wir neuerlich vor der größten "Stau- und Unfallfalle" Österreichs. Die große Mehrzahl der Wien-Einpendler kommen aus dem Umland Wiens und dem Süden Niederösterreichs. Zu befürchten ist, daß immer mehr Menschen aus dem Süden Schwierigkeiten haben werden, in Wien einen Arbeitsplatz zu bekommen. Welche Firma akzeptiert schon gerne tägliche Verspätungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausmaß mehrerer Stunden. Große Nachteile haben auch die Betriebe, die entlang der zentralen Verkehrsader Südautobahn liegen. Der wirtschaftliche Schaden der Staus ist enorm - und die Standortqualität entlang der Autobahn sinkt. "Mit der derzeitigen Situation rächen sich die Sünden der Vergangenheit, da seit mehr als zehn Jahren verabsäumt wurde, den vierspurigen Ausbau der A2 und die notwendigen Sanierungsschritte voranzutreiben. Damit droht der Süden Niederösterreich in den nächsten 20 Jahren im Stau zu ersticken - mit all seinen Nachteilen für die Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort", so LAbg. Pietsch abschließend.
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