GKK und AUVA strikt gegen Selbstbehalt und geringere Beiträge

Wien, (OTS) Gegen den von der Regierung geplanten
Selbstbehalt im Krankheitsfall bzw. die Verringerung der Beiträge bei der Unfallversicherung sprachen sich Dienstag im
Pressegespräch des Bürgermeisters Generaldirektor Dr. Rudolf Brenner von der Wiener Gebietskrankenkasse und Generaldirektor
Mag. Helmut Pichler von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) aus. Brenner betonte, die Idee des Selbstbehaltes sei nicht im Sinne der Prävention, sondern kontraproduktiv, wenn dadurch die Barriere, zum Arzt zu gehen, größer werde und Menschen zu lange mit dem Arztbesuch zuwarteten. Man könne nicht mit dem Aufwand des Jahres 1990 die Medizin des Jahres 2000 finanzieren, sondern müsse schauen, wo man Finanzmittel für die Prävention, aber auch im Hinblick auf dem medizinisch-technischen Fortschritt bekomme. Hier werde zwangsweise mehr Geld notwendig sein, man müsse daher Wege finden, wie die Versichertengemeinschaft, die Risikogemeinschaft, solidarisch die Kosten tragen könne. Pichler sprach sich namens
der AUVA gegen die Pläne aus, zur Senkung der Lohn-Nebenkosten die Beitragsgrundlage im Bereich der Unfallversicherung um 0,2 Prozent auf 1,2 Prozent zu reduzieren. Dies brächte lediglich 50 Schilling pro ArbeitnehmerIn und Monat und sei kein Argument, um Standortsicherung oder Verringerung der Beitragsverpflichtung zu rechtfertigen. Dieser Beitrag aus der Wirtschaft käme zu 80
Prozent auch wieder der Wirtschaft zugute. (Schluss) hrs/bs

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