LR Knotzer eröffnete AKNÖ-Berufsinformationsmesse im VAZ St. Pölten

Jugendausbildung - in Zukunft mehr denn je von entscheidender Bedeutung

St. Pölten, (SPI) - Gestern, 21. Feb. 2000, eröffneten AKNÖ-Präsident Josef Staudinger und LR Fritz Knotzer im Beisein vieler Prominenz die diesjährige Ausstellung "Jugend in der Arbeitswelt" im VAZ St. Pölten, veranstaltet von der AKNÖ. Noch bis kommenden Freitag, 25. Februar 2000, können die Schülerinnen und Schüler einen übersichtlichen und praxisnahen Blick ins Berufsleben wagen. "Ausbildung, Qualifikation und Weiterbildung werden zu immer wichtigeren Grundvoraussetzungen der Berufswelt. Österreich kann im internationalen Wettbewerb seit jeher mit gut ausgebildeten und motivierten Arbeitnehmern aufwarten, die rasanten Entwicklungen der letzten Jahre erfordern aber sicher auch Umstrukturierungen im Ausbildungsbereich. Wie sieht die Situation derzeit aus? Noch nimmt Österreich bezüglich der Ausbildung im internationalen Vergleich einen sehr hohen Stellenwert ein. Nur 2,3 Prozent der 15jährigen beschreiten nach Beendigung ihrer Schulpflicht keinen weiteren Ausbildungsweg. Auch bei den 20jährigen ist die heimische Ausbildung im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen qualitativen Stand. Auf den ersten Blick bestätigen die Fakten die Qualität des heimischen Ausbildungssystems. In den letzten Jahren und insbesondere in den letzten Monaten ist aber eine Zunahme von Schwierigkeiten im Lehrlings- und Jugendbeschäftigungsbereich zu beobachten", so LR Fritz Knotzer in seiner Eröffnungsansprache.****

Obgleich in den vergangenen Jahren viele positive Weiterentwicklungen erreicht werden konnten - anzusprechen ist hier beispielsweise die Möglichkeit für Lehrlinge, eine Fachhochschule zu absolvieren - , muss man doch noch gewisse Unzulänglichkeiten konstatieren. Die von der Wirtschaft gefragten Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter sind zunehmend Teamfähigkeit, Problemlösungskapazität, Durchsetzungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Verkaufstalent, Dynamik und Initiative. Gefordert wird das Erwerben einer generellen Leistungsform, die zu flexiblen Antworten auf den Strukturwandel im Beruf befähigt. "Die kurze "Halbwertszeit" des Wissens führt eine allzu lange fachspezifische Ausbildung ad absurdum. Daher ist Weiterbildung als Bestandteil des Ausbildungssystems unabdingbar. In unserem Bildungssystem sollten neue Technologien und "Kreuzqualifikationen" vermehrt zum Einsatz kommen. Fremdsprachen und EDV-Unterricht sollten obligat sein. Die Ausbildung muss die Vorbereitung für das Berufsleben zum Ziel haben. Daher muss das "Handlungslernen" mit mehr Kooperation und Kommunikation stärker betont werden", so Knotzer weiter.

Doch auch im Bereich der Wirtschaft und in allen Organisationen und Körperschaften, die Interessen der Jugend wahrzunehmen, sind viele Anstrengungen notwendig. Jede Initiative, in welcher die Gesellschaft und mit ihr die Politik ihre Verantwortung gegenüber der Jugend und der Jugendbeschäftigung wahrnimmt, ist zu begrüßen. Ein verstärktes Augenmerk muss aber auch auf eine effektive Berufsberatung gelegt werden, um einerseits den Lehrlingen und Schülern ihre Zukunftschancen darzulegen, andererseits jedoch auch der Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, ihren künftigen Bedarf zu decken. Einfache Rezepte gibt es nicht, sondern nur ein Bündel von Maßnahmen. Jugendbeschäftigung ist nicht nur eine quantitative, sondern vor allem auch eine qualitative Frage. Am Ende seiner Eröffnungsrede richtete der Gemeindereferent der NÖ Landesregierung auch einen Appell an die Städte und Gemeinden, vermehrt junge Menschen aufzunehmen und Lehrlinge auszubilden. "Nur mit gemeinsamen Anstrengungen können wir es schaffen, der Jugend positive Perspektiven zu geben und die Jugendarbeitslosigkeit zu senken", so LR Fritz Knotzer.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI