Fast jeder zweite Autobahn-Crash ein Auffahrer!

KfV: Falscher Abstand, nicht Straßenverhältnisse schuld an Karambolagen!

Wien (OTS) - Zu geringer Abstand bei glatter Fahrbahn sorgte am Sonntag und heute Montag auf der West- bzw. Südautobahn für Großeinsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettung.

Knappes Auffahren ist auf der Autobahn bei nahezu jedem zweiten Unfall mitverantwortlich.

Nicht nur die Unfallstatistik, sondern auch KfV-Messungen auf der A2 (Südautobahn) stellen den Autofahrern ein schlechtes Zeugnis aus:
Jeder zweite Lenker hält sich nicht an das "Kleine Einmaleins" des heren Fahrens, die 2-Sekunden-Regel.

Da das Abstandsverhalten der Fahrer wesentlich zur Verkehrssicherheit beiträgt, gibt das KfV Tips für ein sicheres Manövrieren durch Eis und Nebel.

+ Auf Schnee halbe Geschwindigkeit und doppelten Sicherheitsabstand wie auf trockener Fahrbahn, auf Eis ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifachen Sicherheitsabstand wählen.

+ Niemals blind in "Nebelwände" einfahren. Bei schlechten Sicht- und Fahrbahnverhältnissen ist das "Fahren auf Sicht" besonders wichtig. Dies gilt auch im Kolonnenverkehr, denn auch Ihr Vordermann hat keine "Radaraugen".

+ Bei eingeschränkten Sichtverhältnissen den gesamten Anhalteweg Abstand halten - bei 50 km/h bedeutet das: 3 Sekunden Abstand!

+ Durch die technischen Verbesserungen bei Winterreifen bringen Spikes nur mehr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt meßbare Vorteile (12-23 Prozent kürzerer Bremsweg). Bei jedem anderen Straßenzustand überwiegen bei Brems- und Lenkvorgängen gegenüber guten Winterreifen die Nachteile.

Unfallbilanz der Vorwoche

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 5 PKW-Insassen (davon 4 Lenker) und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (4) und Unachtsamkeit (1) festgestellt werden. Ein Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben. Ein Fahrzeuglenker hatte keine Lenkberechtigung, stand unter Drogen- und Alkoholeinwirkung. 1 der 5 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang war ein sogenannter "Alleinunfall".

Verkehrstote nach Bundesländern

Woche davon am Wochenende
Burgenland 1 -
Kärnten - -
Niederösterreich 2 1
Oberösterreich 1 -
Salzburg - -
Steiermark - -
Tirol 2 -
Vorarlberg - -
Wien - -

Österreich 6 1

Vom 1. Jänner bis zum 20. Februar dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 90 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 125 Menschen tödlich.

Achtung! Die Monatsgrafik und die Jahresgrafik der tödlichen Verkehrsunfälle 1999 ist in der APA-Datenbank 'Grafik' mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar!

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