ARBÖ: Augenverband stellt Fahrtüchtigkeit in Frage

Wien (ARBÖ) - Eine schlimme Augenreizung oder Augenverletzung
kann die Fahrtüchtigkeit beim Lenken von Verkehrsmitteln beeinträchtigen. Dies betrifft sowohl das Lenken von mehrspurigen und einspurigen Kraftfahrzeugen, aber auch das Rad fahren. Deshalb empfiehlt der ARBÖ, nach einem Augenarztbesuch nur nach Rücksprache mit dem Arzt ein Verkehrsmittel zu lenken beziehungsweise fortzubewegen.

Die Rechtslage, ob eine Person mit einem Augenverband ein Kraftfahrzeug lenken darf oder kann, wird nach Paragraph 58 der Straßenverkehrsordnung geregelt. "Dieser besagt," so die ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert, "dass nur jemand ein
Fahrzeug lenken darf, der sich in einer solchen körperlichen und geistigen Verfassung befindet, in der er dieses beherrschen und
die jeweiligen Rechtsvorschriften zu befolgen vermag."

Bei einer Augenverletzung ist sicherlich die Stellungnahme
eines Arztes ausschlaggebend um die Fahrtüchtigkeit zu beurteilen. Die ARBÖ-Verkehrsjuristin weiter: "Abgesehen von medizinischen Aspekten, ist von einer Autofahrt eher abzuraten. Das Risiko bei einem Unfall ein Mitverschulden angelastet zu bekommen, ist
nämlich zu groß und kann schwerwiegende Folgen haben."

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