FP-Mölzer löst Kulturkonflikt in Kärnten aus

KMSfB-Vorsitzender Körmer: Staatssekretär Morak soll sich von Mölzers Aussagen distanzieren

Wien (KMSfB). Andreas Mölzer, FP-Chefideologe, Presse-Kolumnist und Kulturberater des Kärntner Landeshauptmanns hat wieder zugeschlagen:
Er schoss gestern eine ideologische Breitseite gegen das Klagenfurter Stadttheater und seinen Intendanten Dietmar Pflegerl ab.++++

Mölzer bezeichnete das Theater als Provinzbühne, die sich in das "Faulbett der Subventionen" gelegt habe und die lernen müsse, mit privatem Sponsoring auszukommen.

Dietmar Pflegerl, der Intendant des Theaters, berichtet von einer mehr als 90-prozentiger Auslastung. Damit ist die Klagenfurter Bühne eine der bestausgelasteten Bühnen im deutschsprachigen Raum. Rudolf Kornfeld, Kärntner Landessekretär der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB): "Das ist ein weiterer Versuch, die rund 220 Beschäftigten des Theaters zu verunsichern. Bereits im Juni vergangenen Jahres gab es einen Angriff auf das hauptberufliche Orchester. Eine Sanierung des Landesbudgets auf Kosten der Kultur werden wir nicht akzeptieren und uns zur Wehr setzen".

Ernst Körmer, Vorsitzender der Gewerkschaft KMSfB protestiert: "Diese Haltung zeigt die Geringschätzung der Kultur seitens der FP. Wenn jetzt in der Kulturpolitik Rückschritte gegen die Interessen der Kunstschaffenden erzwungen werden sollen, treten wir als Gewerkschaft entschieden dagegen auf. Wir fordern Staatssekretär Morak auf, sich von den Aussagen Mölzers zu distanzieren."

ÖGB, 19. Februar 2000 Nr. 95

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