Parteien

Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Quereinsteiger Ausgabe vom 19. 2.2000 Klagenfurt (OTS) Die Zeit der Quereinsteiger in der Politik ist vorbei. Jener Wunderwuzzis, die nicht nur für Wahlsiege, sondern auch für wirtschaftliche Blütezeiten sorgen sollten. Entweder sie erfüllten die Erwartungen nicht, oder sie wurden als Galionsfiguren missbraucht. Jetzt setzen die Parteien wieder auf Erfahrung und gestandenes Urgestein. Alfred Gusenbauer ist als Klima-Nachfolger zwar noch jung an Jahren, doch wer seinen Lebenslauf liest, glaubt, er sei mit roter Muttermilch großgezogen worden. Wie schaut es im südlichsten Bundesland aus? Sieht man von Lexer ab, setzen die Parteien auf Reife und Kontinuität. Mit Peter Ambrozy wurde sogar ein Mann an die Spitze der SPÖ zurückgeholt, der weiß, was Niederlagen bedeuten. Und auch Haider wird gewusst haben, warum er Jörg Freunschlag, der dem Sechziger entgegengeht, zum Landesparteichef machte und ihm das Vertrauen schenkte. Freilich , der sportliche Bärentaler ist selbst ein Fünziger und seine Buberln sind inzwischen ebenfalls in die Jahre gekommen. Eine Ausnahme bildet mit 31 Jahren Karl-Heinz Grasser, zu dessen Ehrenrettung aber gesagt werden muss, dass er nie zum Haiderschen Beraterstab zählte. Der Klagenfurter bescheinigte vielmehr seinen blauen Kollegen, statt Rückgart ,,gartenschlauchähnliche Formationen" zu haben. Mit wenigen Ausnahmen wird Österreich derzeit von reiferen Männern regiert. Entweder reif an Jahren oder reif an Erfahrung oder beides. Offenbar will sich in Zeiten wie diesen keine Partei auf unsichere personelle Experimente einlassen.

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