Pharmig zu Dirnberger: "Harakiri mit Anlauf"

Wien (OTS) - Als "unglaublich" kommentierte Dkfm. Erhard P.
Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, die verbalen Entgleisungen des Obmannes des niederösterreichischen ÖAAB, der internationale Pharmaunternehmen dadurch zu diskreditieren versucht, indem er behauptete, der "Einfluss sei so groß, dass sie (die Unternehmen, Anm.) einen Sprecher aus Deutschland nach Österreich geschickt haben, als ob es nicht genug fähige Österreicher gebe, um hier (in Österreich, Anm.) Pharmabetriebe zu leiten". Diese Polemik zielt offensichtlich auf den Präsidenten der Pharmig. Dr. Ulrich H. Bode, ab, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Dirnberger scheine, so die Pharmig, entgangen zu sein, dass der freie Personenverkehr einer der vier Grundwerte der EU sei, deren Einhaltung und Beachtung sich der Bundespräsident gerade von den Regierungsparteien schriftlich bestätigen habe lassen.

Zwt.: "Gehässig und fremdenfeindlich"

Es sei nicht zu fassen, so der Pharmig-Geschäftsführer, dass ein Politiker, der einer Regierungspartei angehört, wenige Tage nach dieser Bestätigung und im vollen Bewusstsein, dass uns das Ausland gerade deswegen beobachte, solche Aussagen macht. - Zu ergänzen ist noch, dass diese nicht dem Geist der EU entsprechende Denkweise geradezu lächerlich ist, wenn man bedenkt, wie viele österreichische Pharma-Manager derzeit in EU-Staaten ihre Arbeit leisten. Würden sie alle in ihren derzeitigen Arbeitsstaaten genauso gehässig und fremdenfeindlich kommentiert werden, müssten die österreichischen Pharmaunternehmen ihre Kapazität vervielfachen, um ihnen überhaupt Arbeit geben zu können.

Bei allem Verständnis für Vorwahlzeiten (die Arbeiterkammerwahlen stehen bevor) mahnte Geisler als Geschäftsführer der Pharmig entschieden eine sachlich fundierte und EU-konforme Denkweise ein. Die vier Grundwerte der EU müssten in diesen Tagen für jeden österreichischen Politiker absolut unantastbar sein. Die öffentlich gemachten Aussagen Herrn Dirnbergers (s. APA-OTS-Meldung von heute) seien, so Geisler, ganz einfach "Harakiri mit Anlauf".

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