Statement von Peter Noever, Direktor MAK Zu Österreich

Wien (OTS) - Bedrückend und dumpf ist die gegenwärtige Atmosphäre, die sich gleichsam im Verlust des Geistes und der Verrohung der Sprache niederschlägt.

Die Kunst - vor allem die Produktion von Kunst - war immer schon Zielscheibe regressiver Politik; ihr droht nun zunehmend Mißachtung und Ausgrenzung.

Dies wird sich als kurzsichtig erweisen und noch gravierendere Auswirkungen als die bereits eingetretenen politischen Konsequenzen haben.

Kunst ist vor allem eine Investition in die Zukunft einer Gesellschaft und wenn die entscheidende Instanz, also die Künstler, nicht mehr jene Räume besetzen und ausfüllen, die für eine Entwicklung unabdingbar sind, wird der Lebensnerv einer Gesellschaft empflindlich getroffen.

Für die Renovierung des Centre Pompidou, einem der weltweit wichtigsten Orte für zeitgenössische Kunst, stand ein etwa gleich hoher Betrag wie für die Errichtung des Wiener Museumsquartiers mit dem Leopold Museum zur Verfügung.

Gerade heute fühlt sich das MAK mehr denn je verpflichtet, weiterhin im Auftrag der Kunst an seiner international anerkannten Programmstrategie festzuhalten und fordert die Republik Österreich auf, sich zu ihrem Kulturauftrag, der ohne nachdrückliche Unterstützung und Förderung zeitgenössischer Kunst nicht zu erfüllen ist, tatsächlich zu bekennen.

Die derzeitige politische Lage schlägt dem MAK und vor allem dem MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles mit voller Wucht entgegen. Nur aufgrund der langjährigen intensiven Kontakte mit Künstlern und Institutionen in aller Welt können die geplanten Ausstellungen und Projekte realisiert werden. So wird auf Einladung des MAK der renommierte Architekt und Erbauer des Jüdischen Museums in Berlin, Daniel Libeskind, am 19. Februar im MAK Center, Los Angeles und am 23. März im MAK Wien einen Vortrag halten.

Peter Noever Direktor MAK

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