Firlinger: Privatisierung der Telekom Austria AG in Tranchen notwendig

Telekom AG soll als Volksaktie der Wiener Börse neuen Schwung verleihen - Diskussionen über Managementwechsel deplaziert

Wien, 2000-02-18 (fpd) - Für eine rasche, effiziente, jedoch stufenweise Privatisierung der Telekom Austria plädiert der Obmann des Verkehrsausschusses Reinhard Firlinger. Dabei müsse sowohl der Etablierung einer strategischen Kernaktionärstruktur als auch den Anforderungen des österreichischen Kapitalmarktes Rechnung getragen werden. Gerüchten nach Notwendigkeit eines bevorstehenden Managementwechsel erteilt Firlinger eine klare Absage. ****

Die Privatisierung der Telekom Austria AG hätte nach Ansicht des freiheitlichen Verkehrsprechers den internationalen Trends folgend eigentlich schon vor zwei Jahren begonnen werden sollen. Umso wichtiger sei es daher, daß dieses Vorhaben zügig aber überlegt realisiert werde. Es werde insbesondere zu berücksichtigen sein, daß ein ausgewogenes Paket geschnürt werde, welches sowohl den Anlegern als auch der Belegschaft der Telekom Austria AG wie auch der Wahrung österreichischer Interessen gerecht werde. Dies schließe auch die Reservierung eines Aktienpakets für die Mitarbeiter ein.

Nach Ansicht Firlingers könnte dies derart gestaltet sein, daß ein Verkauf des staatlichen 75%-Anteils an der Telekom Austria AG in mehreren "wohl dosierten" Tranchen erfolgt. Der Wiener Börse soll dabei eine wesentliche Rolle zukommen. Als Mitglied des Finanzausschusses sei es außerdem schon immer sein Anliegen gewesen, den heimischen Kapitalmarkt nachhaltig zu stärken. "Die Privatisierung der Telekom ist daher in Wirklichkeit eine echte Chance. Denn gerade der kleinen Wiener Börse fehlt es an attraktiven und großkapitalisierten Unternehmen", so Firlinger. Für die Verantwortlichen in der ÖIAG werde daher die Vorbereitung des "going public" eine große, jedoch sicher keine unlösbare Aufgabe darstellen. Denn insbesondere bei Privatanlegern soll die Telekom-Aktie analog zum deutschen Vorbild breit gestreut placiert werden. Privatanleger sollen eine faire Chance bekommen, sich langfristig an einem guten Unternehmen zu beteiligen.

Dies beeinträchtige laut Firlinger auch in keiner Weise Überlegungen bezüglich strategischer Allianzen oder Partner für die Telekom Austria, wie sie derzeit mit der Telekom Italia besteht. In einer schnell wachsenden und von Fusionen dominierten Branche wie dem Telekomsektor müsse man generell stets mit Veränderungen rechnen und gegebenenfalls auch für neue Lösungen offen sein.

Angesprochen auf Probleme bei der Telekom Austria sowie die daraus resultierende Personaldiskussion erklärt Firlinger: "Die Umstellung von einem Monopol- zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen ist für jedes Management eine große Herausforderdung. Unbestritten ist auch, daß es bezüglich Effizienz und Kostenmanagement noch einiges zu tun gibt. Insgesamt ist das Unternehmen jedoch auf dem richtigen Weg. Daran werden auch Bestrebungen seitens namhafter SPÖ-Funktionäre nichts ändern, die in guter alter Manier hier den Versuch unternehmen, für Polit-Pensionäre hoch dotierte Versorgungsposten zu schaffen", schloß Firlinger.
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