ÖAAB: Gewinne der Pharmakonzerne explodieren - Krankenkassen kollabieren

Dirnberger: Statt Patienten belasten, Dividendenwachstum bekämpfen

Wien (OTS) - Die heute in den Medien berichtete Gewinnsteigerung
von 11 % des Pharmakonzerns Novartis bringt das Problem im Gesundheitssystem auf den Punkt. Die Gewinne der Pharmakonzerne explodieren und dadurch kollabieren die Krankenkassen. Das stellte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest.

Die ständig wiederkehrenden Behauptungen der Pharma-Funktionäre, wonach diese Gewinnsteigerungen notwendig seien, um auch künftig neue Medikamente entwickeln zu können, entbehrt jeder objektiven Grundlage. "Mit diesen Behauptungen nehmen die Pharmakonzerne nur die Bevölkerung in Geiselhaft Damit soll signalisiert werden "wenn ihr nicht noch mehr zahlt, dann können wir euch nicht besser behandeln . Folge ist eine jährliche durchschnittliche Kostensteigerung bei Medikamenten von 15 % für die Krankenkassen. Eine Sanierung der Krankenkassen muss zuerst einmal über eine finanzielle Disziplinierung der Pharmakonzerne erfolgen", fordert Dirnberger, der die Bekenntnisse der Konzerne zum Sparen als Lippenbekenntnisse abtut. Den börsennotierten Pharmakonzernen geht es in Wahrheit nicht ums sparen, sondern um die Steigerung der Dividenden zu Gunsten der Aktionäre, kritisiert Dirnberger und kündigt an, dass der ÖAAB jede weitere Belastung der Patienten bekämpfen wird.

Wie weit der Einfluss der internationalen Pharmakonzerne in Österreich geht, zeigt, dass der Sprecher der Pharmakonzerne in Österreich aus Deutschland nach Österreich geschickt wurde, so als ob es nicht genug fähige Österreicher gäbe, um Pharmabetriebe zu leiten bzw. für die pharmazeutische Industrie und deren tausenden Beschäftigten in Österreich zu sprechen, kritisiert Dirnberger diese Entwicklung. Diese Entwicklung bringt zunehmend internationale nicht kontrollierbare und steuerbare Einflüsse auf das österreichische Gesundheitssystem.

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