Morgen FSG-Großdemonstration in Wien Nürnberger: "Kampfbereitschaft war noch nie so groß"

Wien (FSG). Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB unterstützt geschlossen die für morgen, Samstag, 19. Februar, stattfindende Großdemonstration gegen Rassismus und Sozialabbau. "Die Kampfbereitschaft war noch nie so groß", sagt der FSG-Bundesvorsitzende Rudolf Nürnberger.++++

"Pensionskürzungen, Selbstbehalte beim Arzt, Kollektivverträge und Arbeitszeiten auf Entscheidungen im Betrieb, dass Aus für Handelsangestellte, jeden zweiten Samstag frei zu haben - zu diesen neuen Plänen, diesem ,Horrormix‘ unter dem Schlagwort, Liberalisierung der Arbeitswelt‘, gibt es ein klares Nein. Die Unternehmen werden mit 20 Milliarden S entlastet, die ArbeitnehmerInnen verlieren 14 Mrd. S. "Das ist eine gigantische Schieflage - eine Ungerechtigkeit erster Klasse", so Nürnberger.

Der FSG-Chef weiter: "Zwei Drittel der Frühpensionen erfolgen krankheitsbedingt. Wenn man will, dass diese Menschen länger arbeiten, muss man genau dort - etwa durch bessere Schutzbedingungen am Arbeitsplatz - ansetzen." Zudem muss die Wirtschaft ältere ArbeitnehmerInnen länger beschäftigen. Wir lehnen Pensionsreformen nie ab. Jeder weiß, dass wir etwas tun müssen, aber einseitige Maßnahmen sind sicher nicht die Lösung."

Die Kritikpunkte der FSG:

Später in Pension mit weniger Geld schafft mehr Arbeitslose:
Eineinhalb Jahre später in Pension heißt 20.000 Arbeitslose mehr. Hohe Abschlagzahlungen kürzen massiv die Pensionen.

Wer krank ist, muss zahlen: Wir sind gegen einen Kostenbeitrag bei Arztbesuch. 20 Prozent Selbstbehalt treffen vor allem einkommensschwächere Familien.

Keine Urlaubskürzung: Keine Reduzierung der Urlaubstage durch Aliquotierung.

Keine Enteignung beim Abfertigungsanspruch: Wir fordern Abfertigung für alle ab dem ersten Tag der Beschäftigung.

Keine Gefährdung der Jugendausbildung: Wir fordern eine Absicherung der überbetrieblichen Lehrausbildung.

Karenzgeld für alle ist unsozial: Wir fordern Eigenständigkeit statt Abhängigkeit. Keine "Zurück an den Herd-Politik".

14 Mrd. S Belastung für ArbeitnehmerInnen. 20 Mrd S Entlastung der Unternehmen und Bauern. Das ist sozialer Missbrauch.

Aufruf zur Demonstration

Die sozialdemokratischen GewerkschafterInnen im ÖGB protestieren gegen den Kahlschlag unseres Sozialsystems und rufen zur großen Demonstration von SOS-Mitmensch für ein offenes, pluralistisches und soziales Österreich und ein Europa ohne Rassismus auf.

Termin: Samstag, 19. Februar 2000
Treffpunkt: 15:30 Uhr vor dem Parlament.

Danach ziehen alle Demonstrationszüge zum Heldenplatz, wo die große Kundgebung um ca. 18:00 Uhr beginnt. (ew)

FSG, 18. Februar 2000

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