Petrovic zu Gusenbauer: Noch keine inhaltliche Neuorientierung

In SPÖ bisher als Leichtgewicht gehandelt

"Es ist völlig offen, wohin sich die SPÖ unter Gusenbauer nun politisch bewegen wird. Jedenfalls gab es von der Bundes-SPÖ bisher kein Zeichen einer inhaltlichen Neuorientierung weg von der Schlögl-Politik", kommentiert die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic, den Wechsel an der SP-Spitze. Der SPÖ und dem neuen Vorsitzenden hänge zudem nach, daß sie bisher vielen Maßnahmen, die jetzt Blau-Schwarz präsentiert haben, auch zugestimmt haben. Aus der sozialdemokratischen Parlamentsriege sei bisher auch kein Widerstand gegen die Abwertung einer emanzipatorischen Frauenpolitik, die Schwächung der Umweltagenden und die Aushöhlung der österreichischen Neutralität vernehmbar gewesen. Neben dieser sachpolitischen Orientierungslosikeit, wird die SPÖ auch mit den aufbrechenden Flügeln Einem versus Schlögl zu kämpfen haben. "Es bleibt jedenfalls abzuwarten, wohin sich Gusenbauer orientieren wird", so Petrovic.

Gusenbauer sei von seiner Partei bisher als Leichtgewicht gehandelt worden und wäre nicht einmal bei einer etwaigen rot-schwarzen Koalition für ein Ministeramt vorgesehen gewesen. Daß er nun Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei werden soll, zeige, wie dünn die Personaldecke der SPÖ ist. "Es zeigt aber auch, daß die bisherigen Regierungsmitglieder und Ausschußvorsitzenden jedes oppositionelle Profil vermissen lassen", so Petrovic abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.at

Pressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/FMB