Hartinger: Krankenkassen sollen wirtschaften lernen

Selbstbehalte sind nicht notwendig

Wien, 2000-02-17 (fpd) - Verwundert, mit welchen Unwahrheiten die Sozialversicherungsträger und Arbeitnehmervertreter in den letzten Tagen und Wochen bezüglich des Selbstbehalts beim Arztbesuch durch das Land ziehen und unbegründete Ängste in der Bevölkerung schüren, zeigt sich die freiheitliche Krankenanstaltensprecherin Abg. Mag. Beate Hartinger. ****

"Die teuren und selbstgefälligen Herren in den Sozialversicherungen werden endlich einmal kapieren müssen, daß sie bei sich selbst zu sparen beginnen sollten, anstatt von vornherein einen 20%-igen Selbstbehalt für unsere Patienten einführen zu wollen", so Hartinger. Das Regierungsprogramm sieht vor, daß die Sozialversicherungen aufgefordert werden, ihre Organisation, insbesondere ihre Strukturen der Leistungserbringung zu optimieren. Die Steigerung der Effizienz der Sozialversicherung soll durch deren Organisationsreform mit dem Ziel vorangetrieben werden, Einsparungen zu ermöglichen. "Der Selbstbehalt ist das letzte Mittel, an das man denken sollte. Zuerst müssen wir alle Einsparungsmöglichkeiten - auch gegen den Willen mancher Sozialversicherungsbonzen - ausschöpfen. Die Abschaffung der Chefarztpflicht, die Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten, die Überprüfung der Steuerungsfunktion der Rezeptgebühr, die Weiterentwicklung der Chipkarte bei gleichzeitiger Abschaffung der Krankenscheine sowie die Einführung eines besseren Controlling in den Krankenversicherungen würden die notwendigen Einsparungen - und zwar nicht auf dem Rücken des Patienten - mit sich bringen. Aufgrund des neuen und attraktiven Regierungsprogrammes sind die einstigen Torwächter des Nehmer- und Gißkannensystems einem Lernprozeß unterzogen. Bis jetzt haben diese Funktionäre die ihnen zugedachte Verantwortung auf die Krankenanstaltenträger und auf die niedergelassenen Ärzte und zwar zum Schaden des einzelnen Patienten, abgewälzt. Mit dieser Methode wird jetzt endlich Schluß sein. Die neue Devise lautet Selbstverantwortung und Wirtschaftlichkeit zum Wohle unserer hilfesuchenden Patienten", so Hartinger abschließend.

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