Wiener Liberale präsentieren Maßnahmen zur Belebung der Wiener Geschäftsstraßen

Erreichbarkeit, Parkplätze, Auswahl und Ambiente sichern Überleben

Wien (OTS) Für eine Attraktivierung der Wiener Geschäftsstraßen sprachen sich heute Gabriele Hecht, Klubvorsitzende und Wirtschaftssprecherin der Wiener Liberalen, und der stellvertretende Klubvorsitzende Hanno Pöschl im Rahmen einer Pressekonferenz aus.

"Unser Ziel ist es, die Kaufkraft von den Einkaufszentren im Umland wieder nach Wien zu bringen. Dafür ist es unabdingbar, die Geschäftsstraßen in Wien attraktiver zu gestalten", forderte Hecht. Es werde zwar nicht möglich sein, alle zur Zeit bestehenden Wiener Geschäftsstraßen zu erhalten, da die Kaufkraft beschränkt sei und die Einkaufszentren einen wesentlichen Teil dieser Kaufkraft beanspruchen. Die Wiener Liberalen plädierten daher für eine Konzentration in den Bemühungen auf rund 10 bis 15 Geschäftsstraßen.

Für andere Geschäftsstraßen seien neue Schwerpunkte zu finden, wie z.B. nach dem Beispiel Londons die Ansiedlung von Galerien, Ateliers und Cafehäusern zur Etablierung einer "Kunstmeile". Bezirkszentren könnten durch Bürger-Service-Zentren attraktiviert werden, leere Geschäftslokale für Sozial- oder Kulturprojekte genutzt werden. "Dort, wo hingegen Konkurrenzfähigkeit gegenüber Einkaufszentren besteht, sind die Bemühungen zu verstärken", so Hecht.

Für die Attraktivierung und Umgestaltung der Geschäftsstraßen sind vier Grundsäulen von Bedeutung. "Die Geschäftsstraßen müssen optimal erreichbar sein. Die fünf attraktivsten haben einen U-Bahn-Anschluss", so Pöschl. Neben der Optimierung des öffentlichen Verkehrs müssen im Nahbereich der Einkaufsstraßen auch in ausreichendem Maße Parkplätze geschaffen werden. Pöschl verwies auch auf die größere Attraktivität von großen Einkaufsstraßen gegenüber solchen mit geringer Verkaufsfläche. "Besonderes Augenmerk muss auch auf die Atmosphäre und auf das Ambiente gelegt werden. Einkaufsstraßen sollten durch einen individuellen Charakter und Charme in Erinnerung bleiben und zum Wiederkommen einladen", so Pöschls Forderung.

Ein Geschäftsstraßenmanager für eine oder mehrere Geschäftsstraßen sollte, ähnlich wie es in Einkaufszentren der Fall ist, eine zentrale Stellung bei der Vermarktung und Entwicklung der Geschäftsstraßen einnehmen. "Auch die gemeinsame Vermarktung einer Geschäftsstraße mit allen Einzelhandelsgeschäften im Internet würde neue Vermarktungsmöglichkeiten bieten", ist Pöschl überzeugt.

Auf die Wünsche und Ansprüche der Kunden muss bei der Neustrukturierung der Geschäftsstraßen besonderes Augenmerk gelegt werden. "Die Menschen wollen dann einkaufen, wenn sie auch Zeit dazu haben. Die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ist hier von großer Bedeutung. Und die Menschen wollen das, wonach sie suchen, auch tatsächlich finden. Die strengen Regeln der Gewerbeordnung haben das bislang oft verhindert. Hier besteht dringender Handlungsbedarf", so Hecht abschließend.

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