Weniger gebildete Frauen sterben früher

2,2 Prozent der älteren NÖ Frauen haben Hochschulabschluss

St.Pölten (NLK) - Bildung und Gesundheit stehen in engem Zusammenhang. Das Sterberisiko von Frauen ist für Universitätsabsolventinnen am niedrigsten und steigt mit abnehmender Schulbildung an. Das geht aus einer Studie über soziale Unterschiede und der Sterblichkeit der österreichischen Bevölkerung hervor, die im NÖ Frauengesundheitsbericht behandelt wird. Die Studie ergab, daß das Sterberisiko von Frauen im Alter von 35 bis 64 Jahren mit Pflichtschule um 49 Prozent höher ist als das von Universitätsabsolventinnen. Bei älteren Frauen (65 Jahre und mehr) sind die sozialen Unterschiede in der Sterblichkeit noch größer:
Frauen mit Pflichtschulausbildung haben ein um 58 Prozent höheres Sterberisiko als Universitätsabsolventinnen. In Niederösterreich gibt es besonders starke geschlechtsspezifische Unterschiede im Bildungsniveau: Mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen haben einen Hochschulabschluß. Laut Österreichischem Statistischem Zentralamt haben nur 2,2 Prozent der älteren Niederösterreicherinnen eine Universität abgeschlossen, österreichweit sind es 3,3 Prozent. Eine Höhere Schule oder eine hochschulverwandte Ausbildung haben 13,2 Prozent der Niederösterreicherinnen absolviert (österreichweit: 15,3 Prozent). Diese Unterschiede resultieren vor allem aus der bildungsmäßigen Benachteiligung der Frauen in der Vergangenheit: Von den über 60jährigen Frauen haben drei Viertel nach der Pflichtschule keine weiterführende Ausbildung genossen, bei Männern ist der Prozentsatz nur halb so hoch. Die jüngeren Frauen holen aber auf: Bei den hochschulverwandten Lehranstalten dominieren aufgrund der Pädagogischen Akademien die Frauen. Jede vierte Frau (26 Prozent) zwischen 20 und 25 Jahren ist eine Maturantin bzw. Akademikerin. Bei den Männern sind es nur 22 Prozent. Dennoch zeigt sich auch hier, dass deutlich mehr Mädchen als Burschen nach der Pflichtschule keine weitere Ausbildung mehr abschließen. Der Anteil der Bevölkerung mit zumindest Maturaniveau ist in den Städten und Umlandgemeinden am höchsten. Beispielsweise hat Maria Enzersdorf mit 43,4 Prozent österreichweit den höchsten Anteil an Maturantinnen und Akademikerinnen.

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