Klares Nein zu Telekom- und Pensionsplänen der Regierung

Wien (ÖGB/GPF). Die geplante hundertprozentige Privatisierung der Telekom Austria wird sowohl von der Belegschaftsvertretung als auch von der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten auf das Entschiedenste abgelehnt.++++

"Die geplante hundertprozentige Privatisierung der Telekom Austria käme einer Selbstamputation eines wichtigen wirtschaftlichen Schlüsselsektors gleich und würde damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich massiv schwächen", so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF), Hans-Georg Dörfler, und kündigt eine Informationsoffensive in dieser Thematik an. Damit sollen die politisch Verantwortlichen in diesem Land von der Sinnhaftigkeit einer österreichischen Kernaktionärsrolle überzeugt werden.

"Denn durch die hundertprozentige Privatisierung der Telekom", so Dörfler, "sind keinesfalls Verbesserungen oder Verbilligungen für die Konsumenten zu erwarten. Ganz sicher ist aber mit dem Entfall vom bisher gemeinschaftlichen Auftrag (soziale Tarifgestaltung Telefon) und auch dem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen. Daher ein klares Nein zu diesem Vorhaben.

Was die geplanten Verschlechterungen im Pensionsrecht - ein Horrormix von unsozial hohen Abschlägen gepaart mit der Erhöhung des Pensionsantrittsalters - betrifft, sind wir nicht bereit in Verhandlungen einzutreten und erwarten neue menschenwürdige und sozialverträgliche Lösungsvorschläge der neuen Regierung", so Dörfler weiter.

"Sollte aber die Regierung die Absicht haben, die ArbeitnehmerInnen genauso gut zu behandeln wie die Unternehmer und Bauern, werden wir zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Verhandlungen zur Verfügung stehen. Wir werden aber auch bei Bedarf all unsere Mittel und Möglichkeiten dazu nutzen, den Rechten und Interessen der arbeitenden Menschen in Österreich zum Durchbruch zu verhelfen, schloss Hans-Georg Dörfler seinen Appell an die neue österreichische Bundesregierung.

Wien, 17. Februar 2000 Nr. 89

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