ÖGB-Pensionisten: Werden ältere Generation nicht im Stich lassen

Lebensleistungen älterer Menschen würdigen

Wien (ÖGB). Eine massive und einstimmige Ablehnung des Regierungsprogrammes kam heute von den ÖGB-Pensionisten. Im Kern bleibe, so der Vorsitzende der Pensionisten Hans Schmölz, die Begünstigung der Unternehmen, finanziert durch ein massives Belastungspaket auf Kosten der ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen.++++

Schmölz: ”Diese Schieflage kann von uns nicht hingenommen werden. Der ÖGB wird auch die ältere Generation nicht im Stich lassen.”

Nach wie vor, sei Vollbeschäftigung der wichtigste Faktor zur Sicherung des Sozialsystems vor allem der Pensionen, betonte Schmölz. Daher sei es unverständlich, dass der gesellschaftliche Konsens -aktiv am Erreichen der Vollbeschäftigung zu arbeiten - aufgegeben wird. Zur langfristigen Sicherung der Pensionen sei das Umlagesystem am besten geeignet, da es sozial gerecht und auf Solidarität aufgebaut ist.

Klare Kritik kam auch zu den geplanten Pensionsänderungen. Schmölz:
”Die Zusicherung, dass in bestehende Pensionen nicht eingegriffen wird, ist positiv zu bewerten, wenn sie ernst gemeint ist. Doch die Erhöhung des Pensionssicherungsbeitrages um 0,8 Prozent für den Öffentlichen Dienst widerspricht dieser Zusicherung.” Schmölz: ”Das ist ein massiver Vertrauensbruch an älteren Menschen, und wird sicher so nicht akzeptiert werden.”

Ernste Bedenken kommen auch zu den geplanten Selbstbehalten im Gesundheitssystem. Diese seien, so Schmölz, der erste Schritt zu einer Zweiklassenmedizin. Eine sichere, qualitativ hochwertige Gesundheitsvorsorge ohne soziale Schranken müsse auch in Zukunft garantiert werden. In diesem Zusammenhang sei auch die Beitragsparität zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer ein wichtiger Teil sozialer Fairness.

Neben der einstimmigen Ablehnung der Regierungspläne forderten die ÖGB-Pensionisten u.a. einen verstärkten Dialog der Generationen, mehr Mitbestimmungsrechte der älteren Generation, mehr Kompetenzen des Seniorenrats als Interessensvertretung der älteren Generation sowie die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe. (bfm)

ÖGB, 17. Februar 2000 Nr. 88

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel. (01) 534 44/480 Dw
Fax.: (01) 533 52 93
e-mail: presse@oegb.or.at
homepage: www.oebg.or.at

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB