KfV fordert: Mehr Verkehrskontrollen gegen Alkolenker

Trend in Richtung höhere Alkoholisierung

Wien (OTS) - Im Vergleich zu Deutschland werden in Österreich fast doppelt so viele Führerscheine wegen Alkohol am Steuer entzogen. Statistisch fällt einer von rund 190 Österreichern beim Alkotest durch. Rund 200 Verkehrstote - inklusive Dunkelziffer - pro Jahr durch Alkohol am Steuer sollten auch im Fasching zu denken geben.

Unfallrisiko steigt mit jedem Schluck

Daß mit Alkohol auf der Straße nicht zu spaßen ist, zeigt auch das eklatant steigende Risiko mit jedem Zehntel Promille. So ist bei 0,5 Promille die Unfallgefahr schon doppelt so hoch, bei 0,8 Promille steigt sie auf das Vierfache und bei 1,2 Promille ist die Unfallgefahr sogar 12mal höher als im nüchternen Zustand. Der Leistungsabfall bei 0,8 Promille ist nach Meinung der KfV-Experten vergleichbar mit einem Schlafentzug von 24 Stunden.

Mehr Kontrollen: Wirkungsvolle und gewünschte Maßnahme Ein EU-weiter Report des europäischen Verkehrssicherheitsrats (ETSC) kommt zum Ergebnis, daß Unfälle europaweit um die Hälfte reduziert werden könnten, gäbe es mehr Kontrollen. Weiters befürworten 70 Prozent der EU-Bürger verstärkte Kontrollen.

Alkolenker: Die Nadel im Heuhaufen

"Die Chance, auf Österreichs Straßen einen Alkolenker zu erwischen, beträgt nach unseren Schätzungen etwa 1:700. Das ist zuwenig! Das Wissen, jederzeit überwacht und gegebenenfalls bestraft werden zu könnten, würde viele Lenker dazu anhalten, entweder nicht zu trinken oder nicht zu fahren. Stärkere Kontrollen wirken und sind vom Bürger auch erwünscht?, sagt Dr. Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Unfallbilanz der Vorwoche

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 7 KW-Insassen (davon 6 Lenker), 1 LKW-Lenker und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (7) und Überholen (1) festgestellt werden. Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden.

Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. Ein Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben. 3 der 9 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren sogenannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Ein Lenker beging Fahrerflucht.

Vom 1. Jänner bis zum 13. Februar dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 77 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 112 Menschen tödlich.

Achtung! Die Monatsgrafik und die Jahresgrafik der tödlichen Verkehrsunfälle 2000 ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar!

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