Früherer Wiener Stadtrat Rudolf Edlinger wird 60

Wien, (OTS) Der frühere Wiener Stadtrat und Ex-Finanzminister Rudolf Edlinger feiert am kommenden Sonntag seinen 60. Geburtstag.****

Rudolf Edlinger wurde am 20. Februar 1940 in Wien geboren. Er erlernte den Beruf eines Lithographen. In Abendkursen absolvierte
er die Handelsschule und den Hochschullehrgang für Werbung und Verkauf der Wirtschaftsuniversität Wien. 1963 wechselte er beruflich zur SPÖ. Er war Bezirkssekretär in Währing (bis 1968), Organisationssekretär und Landesparteisekretär der SPÖ-Wien (bis 1981). Von 1969 bis 1986 war Edlinger Wiener Landtagsabgeordneter und Gemeinderat, die letzten fünf Jahre davon als Klubobmann der sozialdemokratischen Fraktion.

Über acht Jahre lang - von Juni 1986 bis November 1994 - war Edlinger in Wien Stadtrat für Wohnbau und Stadterneuerung. In
diese Zeit fielen unter anderem der Beginn einer intensiven, öffentlich geförderten Wohnhaussanierungstätigkeit ("sanfte Stadterneuerung"). Es wurden die großen kommunalen Wohnhausanlagen der Zwischenkriegszeit modernisiert. Die städtische Wohnhäuserverwaltung wurde dezentralisiert und demokratisiert (Schaffung eines Mietermitbestimmungsstatuts 1989). Es wurde ein eigenes "Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz" (1989) geschaffen und eine neue Stadtentwicklungsperiode mit einer Verdoppelung des geförderten Wohnbaus auf jährlich 10.000 neue Wohnungen eingeleitet. Es wurden auch neue Wege der Bürgerinformation im Wohnungswesen entwickelt (interaktive Wohnungsinformationssysteme, Nachvollziehbarkeit der Gemeindewohnungsvergabe).

Von November 1994 bis November 1996 war Edlinger Stadtrat für Finanzen und Wirtschaftspolitik. Seit der Gemeinderatswahl 1996 gehörten auch die Wiener Stadtwerke in sein Ressort. In diese Zeit fielen eine starke öffentliche Investitions- und Förderungstätigkeit zur Sicherung von Arbeitsplätzen, der Umbau Wiens zu einer Technologie- und Innovationsmetropole, die Verbesserung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur sowie eine
aktive kommunale Arbeitsmarktpolitik etwa in Form von Qualifizierungsprogrammen für ArbeitnehmerInnen. Als "Herr" über das Wiener Budget konnte er das Budgetdefizit stabil und den Schuldenstand Wiens moderat halten.

Von Jänner 1997 bis Februar 2000 war Edlinger der 15. Finanzminister der 2. Republik im Kabinett seines Amtsvorgängers Viktor Klima. Es gelang ihm der wichtige Budgetvollzug 1997, der Österreichs Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion sicherstellte. Wesentlich war auch die Beschlussfassung einer Steuerreform mit Wirksamkeit 1. Jänner 2000. Während der EU-Präsidentschaft Österreichs im 2. Halbjahr 1998 gelangen Edlinger als Vorsitzendem des Finanzministerrates (ECOFIN) die
Konstituierung der "Euro-11-Gruppe" (ein informelles
Arbeitsgremium der Finanzminister der 11 Euro-Teilnehmerstaaten
zur Koordinierung der Wirtschaftspolitik) und die Schaffung der Grundlagen für den Beschluss der Agenda 2000 im März 1999 durch die europäischen Staats- und Regierungschefs. Edlinger unterzeichnete am 31. Dezember 1998 in Brüssel als Ratspräsident des ECOFIN auch jene historische Verordnung, mit der die Wechselkurse der elf Währungen der Euro-Teilnehmerstaaten zum Euro unwiderruflich fixiert wurden.

Edlinger ist seit 1964 mit Gattin Jutta verheiratet, hat drei Kinder, zwei Enkelkinder und lebt in einer Mietwohnung im 15.
Bezirk und in Raisenmarkt/NÖ. (Schluss) ah

Hinweis für die Redaktionen:

Kommenden Montag, den 21. Februar, findet um 18 Uhr im neuen Sozialbau-Wohnzentrum, 7., Andreasgasse 12, die Präsentation des Buches "Rudolf Edlinger - Über sein Leben" (Jugend & Volk) statt. Die Vertreter der Medien sind dazu sehr herzlich eingeladen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Andreas Höferl
Tel.: 4000/81 868

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK