Die große Gefahr des Leistenbruchs

Wien (OTS) - Symptome, wie eine weiche Ausstülpung oder Schwellung an Nabel, Leiste oder Oberschenkel, die beim Heben, Husten oder Pressen beim Stuhlgang auftreten sowie starke Schmerzen deuten auf einen Leisten- oder Schenkelbruch hin. "Ein Leistenbruch muss operiert werden. Der Bruch könnte sich sonst vergrößern. Es drohen lebensgefährliche Komplikationen", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

An bestimmten Stellen des Körpers gibt es Lücken oder Schwachstellen in der Muskulatur. Der Durchbruch für das runde Mutterband bei Frauen und für den Samenstrang bei Männern wird als Leistenkanal bezeichnet. Hier kommt es bei Männern am häufigsten zum Bruch. Es kann aber auch am Oberbauch, am Nabel oder am Oberschenkel geschehen. Gefährlich ist ein Bruch dann, wenn sich an diesen Stellen Eingeweide verlagern.

Feinböck: "Am gefährlichsten ist eine Brucheinklemmung. Dabei kann der Darm derart eingeklemmt sein, dass binnen sechs Stunden infolge unterbrochener Durchblutung die Darmwand aufbricht. Darminhalt kann austreten und eine Bauchfellentzündung auslösen. In solchen Fällen kann nur eine sofortige Operation das Leben retten."

Eine Selbsthilfe gibt es bei einem derartigen Bruch nicht. Zwar ist es zunächst möglich, Brüche ohne Einklemmung nach einem warmen Bad wieder zurückzudrängen. Von Bruchbändern rät Feinböck aber ab: "Wer jahrelang ein Bruchband getragen hat, kommt oft zu einem späteren Zeitpunkt mit großen Schmerzen und vergrößertem Bruch zum Arzt. Die unausbleibliche Operation ist dann aber in vielen Fällen schwieriger, als wenn sie gleich zum Zeitpunkt des Bruchs vorgenommen worden wäre. Das Bruchband ist jedenfalls keine Alternative und macht aus einer planbaren Operation oft eine Notoperation."

Bei starken Schmerzen empfiehlt Feinböck daher, unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Lässt sich der Bruch noch zurück schieben, entscheidet der Arzt je nach Lage und Größe des Bruchs, ob eine Operation notwendig ist. In vielen Fällen kann eine Besserung noch durch gezieltes Muskeltraining erreicht werden.

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