Gabmann gegen Factory Outlet-Center in Blindenmarkt

Es gehen mehr Arbeitsplätze verloren als neue entstehen

St.Pölten (NLK) - Das von einer englischen Investorengruppe geplante Factory Outlet-Center (FOC) in Blindenmarkt mit 60 bis 80 Shops auf einer Verkaufsfläche von rund 20.000 Quadratmetern stößt bei Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann auf entschiedenen Widerstand. Gabmann befürchtet, dass durch dieses Mega-Handelszentrum mit preisgünstigen Markenartikeln die traditionellen kleinen Nahversorger und Handelsbetriebe in der Region zerstört werden und hunderte Arbeitsplätze verloren gehen. "Das widerspricht all unseren Bemühungen auf Landesebene, dem massiven Verdrängungswettbewerb der großen Einkaufszentren entgegen zu wirken und die Handelsstrukturen in den Stadt- und Ortszentren zu erhalten", so der Wirtschafts-Landesrat.

Gabmann beurteilt die regionalen wirtschaftlichen Auswirkungen des geplanten FOC-Projektes eindeutig negativ. Das FOC in Blindenmarkt würde rund ein Drittel des Umsatzes der regionalen Handelsbetriebe absaugen. Weiters habe eine von der deutschen Handelsgewerkschaft erstellte Fachstudie ergeben, dass ein neu geschaffener Arbeitsplatz in einem Factory Outlet-Center langfristig drei Arbeitsplätze im klassischen Handel vernichtet. Gabmann: "Mit einem Projekt, das mehr Arbeitsplätze zerstört als neue Arbeitsplätze entstehen, kann ich mich nicht identifizieren." Das negative Arbeitsplatzsaldo sowie die Verkehrsproblematik sind auch der Grund, warum sich die Raumplanungsminister der Arbeitsgemeinschaft der mitteleuropäischen Alpenländer zu einer sehr restriktiven Haltung gegenüber FOC entschlossen haben.

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