Hallo, hier spricht das Wetter

Seibersdorf (OTS) - Auf der Exponet 2000, die vom 15.-17. Februar 2000 im Wiener "Austria Center" stattfindet, zeigen die Wissenschaftler der Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS), dass die Frage nach dem Wetter zukünftig umfassend beantwortet werden kann. Besitzer von kleinen Heimwerker-Wetterstationen sind jetzt dank Jini-Technologie in der Lage, ihre Daten ebenso ins Netz zu stellen, wie die Betreiber professioneller, meteorologischer Wetterbasen. Die ARCS-Experten arbeiten mittlerweile bereits an der Aufbereitung der Informationen durch die WAP-Technologie. Mit ihrer Hilfe wird es möglich sein, über das Handy Wetterinfor-mationen von überall her einzuholen.

"Wie wird das Wetter werden?" - diese Frage beschäftigt die Menschen in vielen Lebenslagen. Ganz wichtig wird sie etwa, wenn wir vorhaben, eine längere Strecke mit dem Auto zu fahren oder wenn wir einen Urlaub planen.

Bei der Exponet 2000, die vom 15.-17. Februar 2000 im Wiener "Austria Center" stattfindet, präsentieren Wissenschaftler der Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS) eine neue, internet-taugliche Form der Wetterinformation. Ausgangsort für diese Entwicklung ist das von den ARCS betriebene, österreichweit einzige durch Sun Microsystems autorisierte "Java-Center". Dort befassen sich die Experten aus Seibersdorf mit den Möglichkeiten, welche die Jini-Technologie - eine neue Anwendung der Programmiersprache Java -bietet.

Das jüngste Kind aus der Elektronik-Küche" der ARCS ist ein umfassendes System von Wetterinformationen. Wie es dem Prinzip des Internet entspricht, kommen die Daten aus allen Ecken und Enden: Von kleinen Wetterstationen, wie man sie in Baumärkten kaufen kann ebenso, wie von professionellen Einheiten, die durch Fremdenverkehrsbetriebe, Gemeinden oder Meteorologen betrieben werden. Alle diese Geräte melden ihre Ergebnisse in ein gemeinsames Netzwerk. Dank der Jini-Technologie können sich Geräte unterschiedlicher Herkunft, Kapazität und Art ohne weitere Vorbereitung verständlich machen, also "spontan" miteinander kommunizieren. Die Geräte melden sich, sobald sie in Betrieb genommen werden, automatisch bei einem Lookup-Service an, das dann von jedem anderen Jini-tauglichen Gerät gefunden und abgefragt werden kann. Daten von grossen Wetterstationen, Rechenleitungen von Supercomputern melden ebenso, wie Heim-PCs, Videokameras oder kleine Wetterstationen. Am Netz bleiben dabei nur Geräte, die sich in regelmäßigem Abstand wieder anmelden. Damit ist gewährleistet, dass alle Daten dem aktuellen Stand entsprechen und vom Betreiber vernachlässigte Stationen nach Ablauf einer definierten Zeit automatisch ausgeschieden werden.

Der Vorteil der direkten Kommunikation von Geräten mit dem Webserver liegt auch in der Objektivierung der übermittelten Daten. Von Menschen abgelesene und händisch in das Netz eingespeiste Informationen können niemals derart exakt sein, wie Meldungen, die direkt vom Messinstrument kommen.

Bei der Exponet 2000 werden die Spezialisten aus Seibersdorf zeigen, dass sich tatsächlich jeder PC-Besitzer leicht am Aufbau des umfassenden Internet-Wettersystems beteiligen kann. Die Forscher der ARCS haben eine kleine Wetterstation für den Alltagsgebrauch entwickelt, die im Baumarkt um rund ATS 4.000 zu erwerben ist. Wer sich ein solches "Wetterhäuschen" kauft, ist dabei: Jetzt lassen sich Daten über die Wetterlage im eigenen Vorgarten oder auf dem Balkon in die ganze Welt melden. Und wer auf Urlaub fährt, kann sich schon vorweg über die von seinem Hotel ermittelte meteorologische Lage machen, oder sich über die Wettersituation auf der ganzen Fahrtstrecke bis zum Feriendomizil erkundigen.

Die Experten der ARCS arbeiten inzwischen am nächsten Schritt zur Weiterentwicklung des umfassenden Wetterservice. Mit Hilfe der WAP-Technologie können Daten vom Webserver direkt per Handy abgerufen werden. Dann wird es möglich sein, auch unterwegs stets die Informationen über die Wettersituation im Zielort und in allen Zwischenstationen zu kennen.

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