WK-Präsident Pacher gegen "Vollkasko-Mentalität"

Selbstbehalt bei ärztlichen Leistungen ist modernes Steuerungsinstrument, das sozial Schwachen nicht schaden soll

Wien (PWK) - Kammerpräsident Pacher versteht die
Unterrieder-Kritik an der möglichen Einführung eines Selbstbehaltes für ärztliche Leistungen nicht. "Die Gewerkschaft hat sich auch nicht aufgeregt, dass Selbständige, Beamte und Eisenbahner schon längst einen Selbstbehalt leisten müssen. Dort hat sich dieses System durchaus bewährt", argumentiert Pacher. Pacher verwehrt sich gegen eine "Vollkasko-Mentalität", auch im Gesundheitswesen muss der saloppe Umgang mit den Kosten der Vergangenheit abgehören.

Der Selbstbehalt ist ein modernes Steuerungselement, das sicher nicht den sozial Schwachen schaden soll. Für Pacher steht aber außer Streit, dass ein 20 prozentiger Selbstbehalt - wie im Koalitionspakt vorgeschlagen - eine Maßnahme wäre, das Kostenbewusstsein mancher Versicherter zu steigern. Der Selbstbehalt könnte weiters die Finanzierung der Krankenkassen mittel- und langfristig absichern helfen. Als Beitragszahler müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer daran Interesse haben. Der Selbstbehalt würde auch zu einem sparsameren Umgang mit Medikamenten führen. (RH)

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