Friedliche Protestaktionen vollkommen gerechtfertigt

Tausende DemonstrantInnen zeigen täglich, dass diese Regierung im Inland nicht akzeptiert wird, und auch aussenpolitisch begeben wir uns in eine gefährliche Isolation.

Wien (ÖGB/GPA). Die GPA-StudentInnen und GPA-SchülerInnen beteiligen sich täglich an den Protestmaßnahmen gegen Sozialabbau und Rassismus. "Es ist ja noch gar nix passiert”, meinte Peter Westenthaler, von den Freiheitlichen über die anhaltenden Demonstrationen. "Wir wollen nicht tatenlos zusehen wie das Bildungssystem in Österreich Schritt für Schritt von der neuen Regierung zerstört wird” meint Dominik Gries, Vorsitzender der GPA-SchülerInnen Wien. Erste Protestmaßnahmen der SchülerInnen wird es am 18. Februar geben, wo gegen die geplanten Einsparungen an Schulen gestreikt wird.++++

Auch wenn sich Bundesministerin Gehrer in einer Presseaussendung noch zurückhält, und behauptet, dass das Grundstudium weiterhin gebührenfrei bleiben soll, beruhigt das die GPA-StudentInnen wenig. Schon durch das Schulsystem werden Kinder aus sozial schwächeren Familien benachteiligt. Die Bakkalaureatsstudien führen zu "Titel ohne Mittel”, und verdrängen Studierende aus den Universitäten, die schon jetzt kaum ihren Lebensunterhalt aufbringen können. "Besser wäre es das Studienförderungsgesetz zu überarbeiten, indem man den BezieherInnenkreis erweitert, um vor allem Studierenden aus einkommensschwächeren Familien den Zugang zur akademischen Bildung zu gewährleisten”, meint Ernst Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der GPA-StudentInnen.

Die GPA-StudentInnen und GPA-SchülerInnen erklären sich mit allen friedlichen Protestaktionen solidarisch, und werden diese auch so weit wie möglich unterstützen. Denn unser Bildungssystem diente immer als Vorzeigemodell in Europa und der ganzen Welt.

ÖGB, 11. Februar 2000 Nr. 72

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