"Neues Volksblatt"-Kommentar: "Nach Klima" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 11. Februar 2000

LINZ (OTS) - Die Hinweise aus der SPÖ, wonach Viktor Klima nach
den Anstrengungen der letzten Wochen Erholung brauche, waren nett gemeint, trafen aber noch nicht den Kern. Faktum dürfte vielmehr sein: Der Ex-Kanzler tut sich den schweren Oppositions-Job nicht mehr an und macht seine Ankündigung wahr, "nach der Politik noch etwas anderes" (Telekom?) in Angriff zu nehmen.

Wer Klima als SPÖ-Chef folgen wird, ist noch ungewiss. Die Spekulationen blühen. Als "Bewerber" sind Karl Schlögl und Caspar Einem in Erinnerung. Michael Häupl fühlt sich angeblich auch weiterhin Wien verpflichtet, neu im Rennen sind Peter Kostelka, Barbara Prammer und auch Klima-Stellvertreter Heinz Fischer. Dass der Nationalratspräsident das Kreuz auf sich nehmen wird, erscheint unwahrscheinlich. Fischer macht seine jetzige Aufgabe gut, seine besonnenen Aussagen in den letzten Wochen könnten ein Indiz dafür sein, dass er Höheres im Auge hat und bei den nächsten Bundespräsidentenwahlen antritt. Bleiben noch der Tiroler Herbert Prock und Rudolf Edlinger. Der Ex-Finanzminister äußerte zwar auch schon Pensionsabsichten, der Applaus der Genossen nach seinem gelungenen Auftritt als Oppositionsredner im Parlament könnten aber durchaus zu neuen Überlegungen Edlingers führen.

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