Hager: Ende der Aufrechnung verbaler Entgleisungen

Rückkehr zur Normalität dringend notwendig

Wien, 2000-02-09 (fpd) - "Ich halte nichts vom Ausgraben Jahre zurückliegender Äußerungen und der damit bezweckten gegenseitigen Aufrechnung verbaler Entgleisungen. Kein Unsinn des Einen kann den Unsinn des Anderen rechtfertigen." Dies meint der freiheitliche EU-Parlamentarier Prof. Dr. Gerhard Hager zu den ohnehin schon bekannten und nun wieder "ausgegrabenen" Aussagen des nunmehrigen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac im Zusammenhang mit "lärmenden und stinkenden Ausländern". ****

Er wünsche sich vielmehr, die politische Diskussion würde sich auf dem Boden der Gegenwart und aktuellen Politik abspielen. Jedem müsse klar sein, daß niemand völlig ohne Tadel sei. Das gegenseitige Vorhalten von Fehlern führe zu nichts, im Gegenteil, es schaukle die Situation lediglich auf.

"Es geht mir nicht um Verharmlosung solcher Äußerungen. Ich möchte nur, daß man die völlig aus dem Ruder geratene Situation wieder beruhigt. Das Bewußtsein um die eigenen Fehler und Schwächen kann einen großen Beitrag dazu leisten. Ich persönlich habe es zu meiner Maxime gemacht, sachlich noch so harte Auseinandersetzungen nicht ins Persönliche abgleiten zu lassen," meint Hager.

Die Ereignisse der letzten Wochen hätten gezeigt, welche Auswirkungen Vorurteile und unsachliche Diskussionen zeitigen können. "Es ist höchste Zeit, die Emotion aus der Diskussion herauszunehmen. Schaden wurde genug angerichtet," schließt Hager. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC