Skandal um "Sozialheim" in der Guldengasse

JVP14 fordert Sofortmaßnahmen von der Gemeinde

Wien14, 9.2.2000 Die ORF-Sendung "Am Schauplatz" zeigte die bedrückenden Details des "Wohnheims" in der Penzinger Guldengasse. Für dreieinhalbtausend Schilling im Monat leben dort sozial Bedürftige auf 7 m² in absolut menschenunwürdigen Verhältnissen. Die Junge ÖVP Penzing fordert nun von der Gemeinde Wien Sofortmaßnahmen, um diesem Zustand ein Ende zu setzen. Bedenklich findet die Junge ÖVP Penzing auch die Aussagen von Bewohnern der Guldengasse, die als Vorteil ein "freies Leben" hervorstreichen, da sie offensichtlich ungestört und ohne Druck Alkohol und Drogen konsumieren können. Markus Kroiher von der Jungen ÖVP Penzing: "Wie kann die Gemeinde Wien solche Zustände nur unterstützen ? Es gibt Heime, in denen sozial Bedürftige aufgenommen und versorgt werden. Es ist nicht Aufgabe des Staates, private Vereine zu fördern, damit dort ungestört Drogen konsumiert werden können, damit diese Leute nicht arbeiten müssen." Die Junge ÖVP Penzing kritisiert, daß die öffentlichen Stellen hier kläglich versagt haben. Kroiher: "Was soll zum Beispiel heißen, daß Bewohner der Guldengasse für das AMS automatisch als "nicht vermittelbar" gelten ? Wieso werden hier Zustände gefördert, in denen nicht einmal mehr versucht wird, Menschen ins Arbeitsleben einzugliedern ?"
Schon bald nach der Ausstrahlung der Sendung meldeten sich etliche Penzinger bei der Jungen ÖVP Penzing, die sich seit Jahren (!) bei der Gemeinde Wien und bei der SP-Bezirksvorsteherin Jutta Steier umsonst beschwert hatten. Es handelt sich dabei vor allem um Anrainer, die sich von den Bewohnern des Heims in der Guldengasse belästigt fühlten und die häufige Notwendigkeit von Polizeieinsätzen als unerträglich empfanden. Kroiher: "Es ist bedenklich, daß diese besorgten Bürger jahrelang ignoriert wurden. Die Bezirksvorsteherin als höchste Ansprechpartnerin hat ihre Bezirksbewohner einmal mehr ignoriert und trägt damit Mitschuld an der Entwicklung der Situation in der Guldengasse."
Die Junge ÖVP Penzing fordert die Gemeinde und die Bezirksvorstehung auf, endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen. Die JVP fordert
+ die sofortige Räumung des Heims in der Guldengasse und die Unterbringung der "Insassen" in menschenwürdigen Verhältnissen (Heimen, Gemeindewohnungen oder Notfallquartieren)
+ die sofortige Einstellung der Leistungen der Gemeinde an den "Sozialverein" und die genaue Überprüfung aller bisherigen Leistungen + die sofortige Wiederaufnahme des Versuchs, die Bewohner der Guldengasse ins Arbeits- und Sozialleben wiedereinzugliedern
+ die penible Überprüfung der Ursachen für die jetzige Situation, um künftig ein derartiges totales Versagen der Verwaltung zu verhindern Anmerkung: Die Junge ÖVP Penzing beruft sich bei ihren Feststellungen in erster Linie auf Aussagen, die in der ORF-Sendung "Am Schauplatz" gemacht wurden und unterstellt weder dem Verein noch öffentlichen Stellen, Drogenkonsum oder Gesetzesverstöße zu fördern.

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