Anlaufstelle für tausende junge Menschen

NÖ Kinder- und Jugendanwalt zieht Bilanz

St.Pölten (NLK) - Auch im vergangenen Jahr hat sich die 1992 gegründete weisungsfreie NÖ Kinder- und Jugendanwaltschaft wieder als Anlaufstelle für junge Menschen und als Sprachrohr für ihre Anliegen, Probleme und Bedürfnisse bewährt. Das zeigt die eindrucksvolle Bilanz, die Kinderanwalt Hofrat Dr. Walther Launsky-Tieffenthal ziehen kann. Am Hauptsitz im St.Pöltner "Tor zum Landhaus" und in der seit 1996 bestehenden Außenstelle an der Bezirkshauptmannschaft Baden erfolgten 1999 insgesamt 2.121 telefonische Anfragen. Während der Beratungsstunden wandten sich in St.Pölten 105 und in Baden 100 Personen persönlich an den Kinder- und Jugendanwalt bzw. seine MitarbeiterInnen. In 54 Fällen erfolgte eine Kontaktaufnahme vor Ort. Darüber hinaus wurden 39 Sprechtage an den Bezirkshauptmannschaften und Magistraten abgehalten und an zwei Tagen im Monat ist seit September die Kinder- und Jugendanwaltschaft im St.Pöltner Jugendzentrum "Steppenwolf" vertreten, um die Jugendlichen in rechtlichen Fragen zu beraten. Als besonders wertvolle Unterstützung hat sich die kostenlose Rechtsvertretung für Kinder und Jugendliche, die Opfer von Gewalt und sexueller Ausbeutung wurden, erwiesen. Sie wurde im Vorjahr bereits von 40 Kindern und Jugendlichen in Anspruch genommen. Der Vertrag zwischen dem Land Niederösterreich und der Rechtsanwaltskammer NÖ wurde daher am 30. November um ein weiteres Jahr verlängert.

Höhepunkte im vergangenen Jahr waren auch eine Enquete zum Thema "Jugendschutz 2000 - Anforderungen an einen zeitgemäßen Jugendschutz" mit rund 100 Fachleuten im NÖ Landhaus am 6. Oktober und eine Podiumsdiskussion ebenfalls im Landhaus am 20. November zum 10. Jahrestag der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Dabei präsentierten rund 130 Kinder und Jugendliche ihre Projekte zum Thema "Kinder haben Rechte". Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt war die Erstellung eines Konzeptes für das Projekt "Schulmediation -Streithelfer bzw. Konfliktlotsen" an niederösterreichischen Schulen. Ziel ist es, Möglichkeiten des Bewältigens von Konflikten und Meinungsverschiedenheiten aufzuzeigen.

Als Schwerpunkte für das Jahr 2000 nennt Dr. Launsky-Tieffenthal die Organisation der "Ständigen Konferenz der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs", die im März in Niederösterreich tagen wird, die Veranstaltung eines Informationstages für Untersuchungsrichter und Staatsanwälte zum Thema "Kinder und Jugendliche als Opfer von Gewalt und sexueller Ausbeutung" sowie eine Schwerpunktveranstaltung "Was macht JUGEND in der FREIZEIT?"

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