Jüdisches Museum: Judaica aus der Sammlung Eisenberger

Wien, (OTS) Judaica aus der Sammlung Eisenberger sind von 9. Februar bis 30. April im Jüdischen Museum der Stadt Wien zu sehen. Die Ausstellung dieser wohl bedeutendsten Privatsammlung von
Judaica aus der österreichisch-ungarischen Monarchie, die sich hinter den beziehungsvollen Titel "...möchte’ ich ein Österreicher sein" verbirgt wurde am Dienstag, 8. Februar, im Jüdischen Museum der Öffentlichkeit vorgestellt. Direktor Dr. Karl Albrecht-Weinberger würdigte in seiner Eröffnungsansprache das Sammlerehepaar Vera und Jenö Eisenberger und er verwies auf die Tatsache, dass es in den letzten Jahren kaum eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien gegeben habe, bei der die Sammlung Eisenberger nicht mit Leihgaben vertreten gewesen sein. Die nun präsentierten Judaica bilden ein Kernstück der Sammlung, die österreichische Kunst ebenso beinhaltet wie zeitgenössische Kunst aus Israel. Jenö Eisenberger zeigte sich gerührt, dass ein bedeutender Teil seiner Sammlung erstmals in einer eigenen Ausstellung gezeigt wird.****

Eisenbergers Sammlung umfasst alle wichtigen rituellen
Objekte wie Tora-Kronen, Tora-Aufsätze, Tora-Schilde. Esther-Rollen, Gewürz-Büchsen, Chanukka-Leuchter, Spenden-Büchsen etc. Erstmals wird diese einzigartige Sammlung nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Erweitert wird die Ausstellung durch Werke zeitgenössischer israelischer Künstler wie Mordechai Ardon und Schmuel Katz. Im Jüdischen Museum ist eine exquisite Auswahl der rund 200 kostbaren Präziosen der bedeutendsten Kunstschmiede, vor allem des Biedermeier und des Historismus zu sehen, die Eisenberger gesammelt hat. Jenö Eisenberger, 1922 in Ungarn geboren, der Schoa auf abenteuerliche Weise entkommen, kam 1949 nach Wien, wo er als Gemischtwarenhändler am Wiener
Naschmarkt eine kaufmännische Laufbahn begann, die er später mit der Gründung einer Supermarktkette erfolgreich fortsetzte. Die Sammlung Eisenberger ist das einzigartige Ergebnis einer langjährigen Leidenschaft für diesen Bereich der österreichisch-ungarischen Kunstgeschichte.

"...möcht’ ich ein Österreicher sein" ist von 9. Februar bis 30. April im Jüdischen Museum Wien (1., Dorotheergasse 11) zu sehen. Ergänzt wird diese Judaica-Ausstellung durch einige ausgewählte Werke österreichischer und israelischer Künstler wie Isidor Kaufmann, Ernst Fuchs und Arik Brauer sowie Schmuel Katz, Mordechai Ardon und Moshe Castel aus der Sammlung Eisenberger. Das Jüdische Museum ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kostenlose Fürhungen (in deutscher Sprache) durch die aktuellen Sonderausstellungen donnerstags um 18.30 Uhr sowie sonntags um 11 und 14 Uhr, durch
die permanente Schau des Museums sonntags um 16 Uhr. Eintritt: 70 Schilling/5 Euro sowie 40 Schilling (2,90 Euro ermäßigt. Anmeldungen für Sonderführungen (450 Schilling/32,70 Euro):
Tel.: 535 04 31/DW 25. (Schluss) gab/bs

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