Mauthausen Aktiv Österreich: Gegen rechtsextreme Tendenzen kämpfen

Willi Mernyi folgt Irmgard Schmidleithner als Vorsitzender

Wien (ÖGB). ”Humanität, Menschenrechte und Demokratie müssen täglich aufs Neue verteidigt werden. Dazu bedarf es Menschen, die rechtzeitig die Gefahren von Ausgrenzung und Intoleranz erkennen und dagegen kämpfen, betonte der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Fritz Verzetnitsch, gestern Abend bei der Generalversammlung von ”Mauthausen Aktiv Österreich” (MAÖ).++++

1997 gründeten die römisch-katholische Kirche und der Österreichische Gewerkschaftsbund den Verein MAÖ. Ziel des Vereines ist es, gemäß dem Satz ”Niemals vergessen - niemals wieder” das Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors zu pflegen und den aktiven Kampf gegen den Faschismus zu führen.

”Die große Gefahr ist ja nach wie vor, dass Ereignisse wie in Mauthausen und anderen KZs vergessen, verharmlost und ihrer Schrecklichkeit beraubt werden. Es darf keine Gewöhnung und kein verdrängendes Darüber-Hinwegsehen geben”, unterstrich Maximilian Aichern, Bischof von Linz.

Der Präsident der israelitischen Kultusgemeinden, Dr. Ariel Muzicant, appellierte in seiner Grußbotschaft: ”Aus der eigenen historischen Erfahrung weiß gerade die jüdische Gemeinde um die Gefahren, die mit der Machtteilhabe radikaler politischer Kräfte vebunden sind.”

Aus gesundheitlichen Gründen kandidierte die ehemalige ÖGB-Vizepräsidentin Irmgard Schmidleithner nicht mehr. Ihr folgte Willi Mernyi vom Österreichischen Gewerkschaftsbund als Vorsitzender von Mauthausen Aktiv Österreich nach. Als Schwerpunkte skizzierte Mernyi die Gedenkarbeit und alle Anstrengungen zu unternehmen, gegen rechtsextreme Tendenzen zu kämpfen. Besonderes Augenmerk soll hier auf die Jugend gelegt werden. Weiteres Ziel ist es, sich verstärkt mit der Frage ”Entschädigungsleistung für Zwangsarbeiter” auseinander zu setzen.

ÖGB, 08. Februar 2000 Nr. 64

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