AK-Kritik an Nettopreisentwicklung bei Benzin

Wirtschaftsminister Bartenstein muss Preissenkungen veranlassen oder Preise amtlich regeln

Wien (OTS) - Die AK kritisiert schärfstens die Nettopreis-Entwicklung bei Benzin in Österreich: Schon in der zweiten Woche ist Eurosuper über dem vereinbarten 40-Groschen-Preiskorridor gekommen, und diese Woche noch weiter angestiegen. Ebenso hat der Nettopreisabstand bei Diesel die 40-Groschen überschritten. Die AK befürchtet, dass die Mineralölwirtschaft wieder einmal ihre Preisverpflichtung bricht. "Wenn die neue Regierung Konsumenten schon durch höhere Energiesteuern belastet, soll sie sorgen, dass sich nicht auch noch die Mineralölkonzere an den Autofahrern bereichern." Wirtschaftsminister Bartenstein soll daher raschest veranlassen, dass die Preise wieder gesenkt werden und notfalls eine amtliche Preisregelung erlassen, fordert die AK. ****

Die Preise für Superbenzin und Diesel sind in Österreich abermals stärker angestiegen als in Europa, kritisiert die AK. Die jüngsten Meldungen über die Treibstoffpreisentwicklung zeigen: Die Rohölpreise haben sich zwar auf hohem Niveau stabilisiert, der Dollarkurs ist erneut angestiegen. Aber: Die Produktenpreise auf den Spotmärkten sind entgegen diesem Trend leicht zurückgegangen.

Die AK kritisiert, dass Eurosuper bereits die zweite Woche über dem Preiskorridor von 40 Groschen liegt, und zwar um 4 Groschen pro Liter. Diesel hat in dieser Woche erstmals den 40-Groschen-Preisabstand zum EU-Durschnitt um 2 Groschen überschritten.

Diese freiwillige Vereinbarung vom März dieses Jahres missfällt der Mineralölwirtschaft schon lange, sagt die AK. Wirtschaftsminister Bartenstein muss daher raschest sorgen, dass die Preise wieder runtergehen und allenfalls die Benzinpreise amtlich regeln. Wenn die neue Regierung schon die Konsumenten durch höhere Energiesteuern belastet, dürfen nicht auch noch die Ölmultis den Autofahrern das Geld aus dem Börsel ziehen. Der neue Wirtschaftsminister kann jetzt zeigen, ob ihm das Geldbörseln der ArbeitnehmerInnen genau so wichtig sind wie die Gewinne der Ölkonzerne, meint die AK.

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