Jährlich 20 Tote weniger am Bau! AUVA-Enqueten über Bauarbeitenkoordinationsgesetz

Wien (OTS) - Nach einer Studie der EU lässt sich ein Drittel
aller tödlichen Arbeitsunfälle am Bau verhüten, wenn die Sicherheit der am Bau Beschäftigten bei der Planung berücksichtigt und während der Bauphase koordiniert wird. Die AUVA veranstaltete in Innsbruck am 2. Februar 2000 die erste von insgesamt zwölf Enqueten zum Thema "Baukoordinationsgesetz". ++++

AUVA-Obmann Komm.-Rat Haunsberger wies in seiner Rede alle jene in Schranken, die zumeist aus Unkenntnis der Leistungen der AUVA auf dem Gebiet der Prävention, der Ersten Hilfe, der Unfallheilbehandlung, der Rehabilitation und der Entschädigung von Unfallopfern eine überzoge= ne Senkung des Unfallversicherungsbeitrages planen. Haunsberger wörtlich: "In den letzten zehn Jahren sind die Arbeitsunfälle um 22 Prozent zurückgegangen. In der gleichen Zeit ist die Zahl unserer Versicherten um 11 Prozent gestiegen. Dieser Erfolg war nur möglich, weil Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam mit der AUVA an einem Strang gezogen haben. Die AUVA hat in dieser Zeit ihr Präventionsbudget verdoppelt und damit ein Vielfaches an Ausgaben für teure Behandlungen und Unfallrenten eingespart. Würden alle so handeln wie wir, wäre das Staatsbudget bald saniert. Verhüten ist immer billiger als vergüten."

Bekanntlich ist das Bauarbeitenkoordinationsgesetz in den betroffenen Branchen auf großen Widerstand gestoßen. Es wurde als undurchführbar, bürokratisch und teuer hingestellt. Ziel der AUVA-Bau-Enqueten ist es daher, die praktische Durchführbarkeit des Gesetzes und die damit verbunden Vorteile sowohl für die Arbeitgeber-wie auch für die Arbeitnehmerseite aufzuzeigen: Deutlich weniger Ausfallkosten, Verringerung der Pönalezahlungen, Einsparungen durch synergetische Planung und insbesondere die Erhaltung von finanziell nicht bewertbarem Menschenleben.

Obmann Haunsberger bedankte sich bei allen, die den bisherigen Erfolg auf dem Gebiet der Unfallverhütung mit ermöglicht haben. Das sind vor allem die Arbeitgeber und Arbeitnehmer selbst, aber auch die Behörden und Interessenvertreter. "Weniger Arbeitsunfälle, geringere Kosten in den AUVA-Spitälern und Rehabilitationszentren, Senkung des Aufwands für Unfallrenten und weniger menschliches Leid sind doch Ziele, die jedem vernunftbegabten Menschen ein Anliegen sein müssen. Wer der AUVA Geld wegnimmt, handelt schlicht und einfach unvernünftig", appellierte Haunsberger abschließend in Richtung der neuen Regierung Österreichs.

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