Versorgungslücke bei pflegebedürftigen Menschen - Rotes Kreuz fordert flächendeckenden Ausbau der Gesundheits- und Soziale Dienste

Wien (OTS) - Insgesamt sind in Österreich über 600.000 Menschen pflegebedürftig. Das bedeutet, dass sie nicht ohne fremde Hilfe die Aufgaben des Alltags bewältigen können. Sie sind auf Hilfe angewiesen - bei der täglichen Pflege, während den Mahlzeiten oder beim Einkaufen. Und der Bedarf, so stellen zahlreiche Studien fest, steigt unaufhörlich. Im Jahr 2020 werden 800.000 Menschen pflegebedürftig sein. Das Österreichische Rote Kreuz verfolgt daher die Schaffung eines integrierten Angebotes, dass flächendeckend in ganz Österreich sowohl die Pflege und Betreuung für hilfsbedürftige Menschen als auch die Beratung und Schulung von pflegenden Angehörigen umfasst.

Die überwiegende Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen lebt in Privathaushalten. Diese Personen sind auf mobile Pflegedienste angewiesen. Expertenschätzungen (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) zufolge werden auf 1000 Personen, die über 75 Jahre alt sind, 13 Pflege- und Betreuungspersonen benötigt - ein Wert, der mit derzeit 8,5 Helferinnen bei weitem nicht erreicht wird. Um der steigenden Nachfrage zu genügen, müsste sich in den nächsten zehn Jahren der Personalbedarf im Burgenland, in Niederösterreich und der Steiermark verdoppeln, in Tirol sogar verdreifachen. Das würde unter anderem auch tausende Arbeitsplätze für Frauen bringen. Zusätzlich sind die regionalen Unterschiede, auch in Bezug auf die Qualifikationsstruktur des Pflege- und Betreuungspersonals, sehr hoch: In vielen Bundesländern fehlt es infolge immer frühzeitigerer Entlassungen aus dem Krankenhaus an diplomierten Krankenpflegepersonen.

Bund und Land haben Qualitätskriterien und Mindeststandards für alle sozialen Dienste festgelegt. Diese reichen von ganzheitlichen Leistungen bis zur fachlichen Qualität der Dienste. Das Österreichische Rote Kreuz erfüllt diese Kriterien. Im Rahmen der "Gesundheits- und sozialen Dienste" werden jährlich über 50.000 Personen betreut. Die erbrachten Leistungen reichen von der Hauskrankenpflege über den Seniorenalarm bis zu Behindertenbetreuung. Knapp 1000 hauptberufliche und 2400 freiwillige Mitarbeiter leisten insgesamt 1,6 Millionen Einsatzstunden.

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