WirtschaftsBlatt über die neue Regierung Jetzt muss die Regierung beweisen, was sie kann von Erwin Frasl

Kommentar 5.2.2000

Wien (OTS) - Ab heute ist die neue VP-FP-Regierung im Amt. Ungeachtet aller politischen Turbulenzen rund um die Regierungsbildung der zweitstärksten Partei Österreichs mit der drittstärksten wird das WirtschaftsBlatt dieser Regierung, wie jeder anderen, mit Fairness gegenübertreten. Als Wirtschaftszeitung wird das WirtschaftsBlatt die VP/FP-Regierung daran messen, welche Wirtschaftserfolge sie für Österreich und seine Menschen erreichen kann. Und das WirtschaftsBlatt wird auch sehr kritisch darüber berichten, welche ihrer wirtschaftspolitischen Versprechen diese Regierung bricht. Daher veröffentlicht das WirtschaftsBlatt in dieser Ausgabe auch sehr klare Kriterien, an Hand derer wir diese Regierung und ihre Arbeit beurteilen wollen. Damit will das WirtschaftsBlatt in dieser aufgeregten politischen Situation in Österreich einen Beitrag dazu leisten, dass die Diskussion sich auf einer Ebene von Fakten anstatt von Vorurteilen bewegt. Denn eines ist unbestritten:
Österreich hat einen grossen Bedarf an Reformen, um die wirtschaftliche Zukunft des Landes zu sichern. Egal, ob es sich um die Pensionen handelt, die Sanierung des Staatshaushalts, oder den Arbeitsmarkt. Nur eine solide wirtschaftliche Entwicklung schafft die Grundlage für sozialen Frieden. Dieser ist die Basis, um politischen Radikalismus zu verhindern. Daher wird der Umgang der Regierung mit den sozial Schwachen in dieser Gesellschaft ein wichtiger Gradmesser dafür sein, wie ernst es um das Menschenbild der Regierung bestellt ist. Das WirtschaftsBlatt bekennt sich voll zu den Werten der Europäischen Union, bei deren Gründung die Sicherung des Friedens und der politischen Stabilität in Europa das Hauptmotiv war. Die Geschichte der Gemeinschaft zeigt, dass diese Union nie eine wirtschaftliche Erwerbsgesellschaft, sondern vielmehr immer eine Werte-Gemeinschaft war, um politischen Extremismus zu verhindern. Daher ist es für das WirtschaftsBlatt selbstverständlich, dass wir zusätzlich zu den wirtschaftspolitischen Kriterien auch dem Umgang dieser Regierung mit den sozial Schwachen, d.h. auch den Ausländern, in unserem Lande besondere Beachtung schenken werden. Denn letztendlich ist die Wirtschaft für die Menschen da. Damit diese ein würdiges Leben führen können. (Schluss) ejf

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