FSG NÖ-Vorsitzender Staudinger: ÖAAB betreibt Kindesweglegung!

Kollege Dirnberger, klären Sie die Beschäftigten auf!

Wien (FSG NÖ) "Kollege Dirnberger wird den niederösterreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern genau erklären müssen, warum sein ÖAAB der blauschwarzen Belastungslawine zugestimmt hat." Das stellte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG)NÖ, AK NÖ-Präsident Josef Staudinger, zu den heutigen Angriffen fest. Staudinger kritisierte, dass "es unehrlich ist, gestern einem Pakt zuzustimmen, der den Unternehmern, Bauern und Gewerbetreibenden Geldgeschenke in Milliardenhöhe beschert, den Arbeitnehmern aber tief in die Taschen greift, heute aber so zu tun, als wäre man nie dabei gewesen". Das sei Kindesweglegung im klassischen Sinn. Der ÖAAB habe resigniert, die sozialdemokratischen Gewerkschafter seien im Moment die einzige starke Kraft gegen die neue Belastungsregierung, so Staudinger.++++

Staudinger weiter: "Es ist einfach absurd, uns als Verzögerer hinzustellen, wenn man sich anschaut, in wie vielen Bereichen die österreichischen Konservativen in den letzten Jahren sozial gerechte Reformen verhindert hätten, wenn ich nur an die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten denke. Dirnberger soll da zuerst vor der eigenen ÖVP-Türe kehren." Außerdem ließe er, Staudinger, sich gerne als Verhinderer bezeichnen, wenn es um das FP/VP-Gruselpakt geht. Denn was da alles drinnen stünde, sei Sozialabbau pur und könne im Interesse der Arbeitnehmer nicht akzeptiert werden.

Wie unehrlich Dirnberger agiert, zeige, dass er auf der einen Seite bessere Arbeitsbedingungen bei den Handelsangestellten verlangt, auf der anderen Seite aber das Koalitionspapier mitträgt, wo längere Öffnungszeiten paktiert sind. Auch die geforderten Verbesserungen für die Berufspendler seien nichts als Gerede, wenn der ÖAAB es auf der anderen Seite zulässt, dass der Vignettenpreis verdoppelt und die KFZ-Steuer massiv erhöht wird.

Für die AK-Wahl im Mai zeigt sich Staudinger durchaus optimistisch. Die sozialdemokratischen Gewerkschafter hätten in den letzten Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet und die AK Niederösterreich zum Dienstleistungsunternehmen Nummer 1 in Niederösterreich gemacht, dem sogar Dirnbergers Parteifreund Erwin Pröll bescheinigt, zum Motor des wirtschaftlichen Aufholprozesses in Niederösterreich geworden zu sein.

FSG, 4. Februar 2000 Nr. 17

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