ÖGJ NÖ : ISOLATION ÖSTERREICHS VERBAUT JUGEND ALLE CHANCEN

ÖGJ NÖ-Vorsitzender Slacik kritisiert Macht um den Preis der Zukunft aller

Wien (ÖGB NÖ). Noch bevor die neue Regierung angelobt ist, haben die schwarzblauen Machtspiele ohne Rücksicht auf die internationale Reputation Österreichs unsere Heimat in die Isolation gedrängt und damit der Jugend auf Jahre alle Zukunftschancen genommen. Der Zugang zum internationalen Arbeitsmarkt ist den Jugendlichen damit weitestgehend verbaut und macht so einen ungeheuren Druck auf dem österreichischen Arbeitsmarkt möglich, warnte Freitag der Landesvorsitzende der ÖGJ NÖ, Patrik Slacik, aus Anlass der Angelobung der neuen Bundesregierung. "Die Isolation Österreichs wird gewaltige, negative wirtschaftliche Auswirkungen haben und zu einem Zurückziehen der Investoren führen. Damit gibt es weniger Arbeit, der Druck am Arbeitsmarkt steigt bei gleichzeitig sinkenden Löhnen und Gehältern, wofür dem ‚bösen‘ Ausland die Schuld zugewiesen werden wird. Die Spirale beginnt sich nach unten zu drehen und Sozial- und Lohndumping werden aus der einstigen Insel der Seligen das Eiland der Unseligen machen", betonte Slacik.++++

Mit dem Ausbleiben der Investoren und der Ächtung Österreichs werden auch weniger Hightech-Betriebe angesiedelt und Forschungsprojekte hintangehalten werden. "Damit ist auf Dauer gesehen der Anschluss Österreichs an den internationalen technologischen Fortschritt gefährdet, und der Boden für zukunftsweisende Produktionen wird uns entzogen. Damit wird es für den Großteil der Jugendlichen in Zukunft unmöglich, internationale Höchstqualifizierung zu erreichen und damit jedwede Chance genommen, die Isolation Österreichs durch Topqualifikation zu überwinden. Also auch bildungsmäßig beginnt das Niveau zu sinken", stellte der ÖGJ-NÖ-Landesvorsitzende klar. Flankierend dazu plant die neue Regierung die Sanierung des Budgets nahezu ausschließlich zu Lasten der arbeitenden Menschen dieses Landes, während gleichzeitig die Unternehmen mit Milliarden entlastet und die Bauern und Selbstständigen mit weiteren Milliarden beschenkt - finanziert unter anderem durch eine Zurücknahme der aktiven Arbeitnehmerförderungspolitik, erinnerte Slacik. "Während der Großteil der europäischen Staaten diesen irrwitzigen und falschen Weg längst wieder verlassen haben, hecheln Schüssel und Haider den Weg in den wirtschaftlichen Abgrund hinunter, der letztendlich zu Massenarbeitslosigkeit und sozialen Unruhen in Europa geführt hat", unterstrich der ÖGJ NÖ-Landesvorsitzende.

Die ÖGJ NÖ wird diesem schändlichen Treiben jedenfalls nicht untätig zusehen. "Es geht nicht an, dass in Österreich um der Machtgeilheit Schüssels und Haiders willen die Zukunft der jugendlichen Arbeitnehmer verspielt und der sozial- und arbeitsrechtliche Fortschritt der letzten Jahrzehnte in wenigen Monaten ‚verjuxt‘ wird. Denn ernst zunehmen ist der Weg der neuen Regierung nicht, obwohl sie ihn bitter ernst meint und es für die Jugendlichen auch mehr als ernst werden wird", schloss Slacik. (Schluss)nk/cd

ÖGB, 4. Februar 2000 Nr. 58

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