LIF-Bolena fordert Unterstützung für die Kinder- und Jugendanwaltschaft

Jugendkultur hat sich gewandelt, doch das Jugendschutzgesetz ist gleich geblieben

Wien (OTS) Im Rahmen der heutigen Landtagssitzung äußerte sich Alexandra Bolena, Sozialsprecherin der Wiener Liberalen, zum Bericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft. "So erfreulich es ist, dass es eine Institution wie die Kinder- und Jugendanwaltschaft gibt, so bedauerlich ist es, dass deren Jahr für Jahr wiederholte Forderungen zu einem großen Teil unerfüllt bleiben", so Bolena.

Zu den Forderungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft gehört die Überarbeitung des Wiener Jugendschutzgesetzes, das seit 15 Jahren in unveränderter Form existiert. Die Jugendkultur hat sich während dieser Zeit stark gewandelt und das Gesetz ist mittlerweile alles andere als zeitgemäß. Da ein bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz in weiter Ferne zu sein scheint, wäre es an der Zeit, zumindest das Wiener Jugendschutzgesetz zu aktualisieren. "Ein entsprechender Antrag der Liberalen, der, analog zum steirischen Beispiel, eine Arbeitsgruppe vorsieht, in der Jugendliche selbst mitarbeiten können, wurde nicht aufgegriffen. Der Wiener Arbeitskreis wurde erneut ohne Jugendvertreter zusammengesetzt", kritisierte Bolena.

Eine weitere unerfüllte Forderung ist die mobile Kinder- und Jugendschutztruppe. "Konflikt- und Problemsituationen von Kindern und Jugendlichen entstehen nicht nur während der Amtszeit der MA11, doch nach 15.30 Uhr haben diese keinerlei Möglichkeit, fachkundige Hilfe einzuholen. Bei Einsätzen in Familien bleiben die Polizisten auf sich allein gestellt", so die liberale Politikerin. Während es in Vorarlberg einen Krisenbereitschaftsdienst und in Graz einen Permanenzjournaldienst gebe, würden in Wien den mahnenden Worten der Kinder- und Jugendanwaltschaft keine Taten folgen.

Bolena kritisierte weiters die viel zu geringen finanziellen Ressourcen der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Die Wiener Liberalen brachten daher heute einen Antrag ein, wonach die Stadt Wien einen Kinospot finanzieren soll, um das Angebot der Kinder- und Jugendanwaltschaft einem breiteren Publikum bekannt zu machen. "Denn wenn die Nachfrage nach der Einrichtung weiter steigt, werden sich auch die politisch Verantwortlichen einer Aufstockung des Budgets nicht mehr verschließen können", so Bolena abschließend.

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