Mühlviertler Familie bekommt mit Hilfe der AK monatlich 12.000 Schilling Witwen- und Waisenrente

Bei einem Arbeitsunfall verlor ein junger Mühlviertler im Frühjahr vergangenen Jahres sein Leben. Um die Witwen- und Waisenrente mussten sich seine Frau und die beiden Kinder monatelang streiten. Erfolgreich unterstützt wurden sie dabei von der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Den 15. Mai des vergangenen Jahres wird eine Mühlviertler Familie vermutlich ihr ganzes Leben lang nicht mehr vergessen. Denn an diesem Tag erhielten die junge Frau und ihre zwei Kinder die traurige Nachricht, dass der Familienvater auf dem Weg zur LKW-Werkstätte der Firma, in der er beschäftigt war, tödlich verunglückt ist.

Zu den seelischen Problemen, den der Verlust eines Familienmitgliedes bedeutet, kamen für die Familie sehr schnell auch finanzielle Sorgen dazu. Denn die Unfallversicherung (AUVA) stellte sich auf den Standpunkt, dass es sich bei dem an einem Samstag passierten Unfall nicht um einen Arbeitsunfall handle.

Der junge Mann war, wie an vielen anderen Samstagen, auch am 15. Mai 1999 mit seinem Motorrad zu der LKW-Werkstätte in Altenfelden gefahren, um dort Aufträge zu besprechen beziehungsweise reparierte LKW abzuholen. Obendrein hatte er den Auftrag, Liefermöglichkeiten bei einer Firma in Hofkirchen zu überprüfen.

Aufgrund der verzwickten Beweissituation weigerte sich die Unfallversicherung, der Frau die Witwen- beziehungsweise den Kindern die Waisenrente zu zahlen. Für die Frau und ihre beiden Kinder bedeutete dies monatlich, mit einer von der Pensionsversicherungsanstalt ausbezahlten Pension in der Höhe von 10.000 Schilling auskommen zu müssen. Die strittige Rente von der AUVA gibt es nämlich nur bei einem Arbeits- beziehungsweise Arbeitswegunfall.

Die Arbeiterkammer ging für die Familie vor das Landesgericht Linz. Dort wurde entschieden, dass der Unfall als Arbeitsunfall anerkannt wird und die Witwen- beziehungsweise Waisenrente im gesetzlichen Ausmaß zu zahlen sind.

Das Geld kann natürlich über den Verlust eines Menschen nicht hinweg trösten. Für die Mühlviertler Familie sind die 12.000 Schilling, die sie nun monatlich zusätzlich bekommt, zumindest Absicherung ihrer Existenz.

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