Dirnberger will als NÖ AAB - Spitzenkandidat absolute Mehrheit der Sozialdemokratischen Gewerkschafter in der AK brechen

ÖAAB Rucksackmodell bringt Abfertigung für alle

St. Pölten (OTS) - AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (NÖ-AAB-FCG-AK-Fraktion) ist für die AK-Wahlen im kommenden Mai Spitzenkandidat seiner Fraktion. Das wurde vom NÖ-AAB und der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) Niederösterreichs entschieden. Als Wahlziel nennt er das Brechen der absoluten Mehrheit der Sozialdemokraten in der AK-NÖ. Dirnberger: "Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter sind durch ihr jahrelanges verzögern dafür verantwortlich, dass jedes Jahr immer weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Grund der hohen Fluktuation am Arbeitsmarkt tatsächlich eine Abfertigung bekommen. Mit dem Rucksackmodell des ÖAAB können die Arbeitnehmer auch bei Selbstkündigung ihren Abfertigungsanspruch zum nächsten Arbeitnehmer mitnehmen. Derzeit verfällt der Anspruch auf Abfertigung bei Selbstkündigung völlig."

Für die Zukunft nennt Dirnberger, neben dem ÖAAB-Rucksackmodell zur Abfertigung folgende für die Arbeitnehmer umzusetzende Inhalte:

0 Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten verbessern. Verkäuferinnen dürfen nicht weiter Opfer der Handelsketten sein. So müssen geleistete Überstunden bezahlt werden, die Zuschläge müssen verbessert werden und in den Kollektivverträgen muss eine tägliche durchgehende 4-stündige Mindestbeschäftigungsdauer verankert werden. Die Arbeitszeiten müssen längerfristig geplant werden können, denn Verkäuferinnen dürfen nicht als Tagelöhnerinnen missbraucht werden. Der arbeitsfreie Sonntag, der Kampf gegen die schleichende Einführung der Sonntagsarbeit durch Umgehungen und die Schutzbestimmungen für jeden 2. arbeitsfreien Samstag müssen gesetzlich abgesichert werden.

0 Gesundheit. Das Gesundheitssystem muss weiterhin allen, finanziert durch die sozialen Krankenversicherungen, offen stehen. Die Erhöhung bestehender oder Einführung neuer Selbstbehalte wird, weil sie als Steuerungsinstrument untauglich sind, abgelehnt. Daher werden die Delegierten der NÖ-AAB-FCG-AK-Fraktion in der Gebietskrankenkasse keinesfalls einem 20-prozentigen Selbstbehalt zustimmen. Der Kostenexplosion beim Verschreiben von Medikamenten ist wirksam zu begegnen. Dem Fachärztemangel wird trotz errungener Etappenerfolge verstärkt der Kampf angesagt. Vermehrt sind Kassenverträge mit niedergelassenen Ärzten abzuschließen. Die unsinnige Bestimmung, wonach Krankenversicherungen Verträge mit Ärzten nur auf Vorschlag der Ärztekammern abschließen dürfen, ist aus dem ASVG zu streichen. Zahnambulatorien in allen Bezirken Niederösterreichs sollen als preisdämpfende Konkurrenz im Inland kostengünstige Zahnkronen für die Patienten anfertigen dürfen. Diesbezügliche Beschränkungen der Krankenkassen im ASVG durch die Ärztekammer sind abzustellen. Patienten, die durch Kunstfehler geschädigt wurden und in der Folge oft jahrelange Prozesse durchstehen müssen, ist durch die Schaffung einer verschuldensunabhängigen Patientenentschädigung zu helfen.

0 Berufspendler dürfen nicht weiter belastet werden. Daher ist eine Senkung der überhöhten Treibstoffpreise durch die Mineralölkonzerne dringend notwendig. Der Finanzminister darf nicht weiter mit den überhöhten Treibstoffpreisen doppelt durch Mineralölsteuer und Umsatzsteuer mitkassieren. Abgelehnt wird auch die Erhöhung der Autobahnvignette um 100%.

0 Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten. Diese anachronistische Ungleichheit und Ungerechtigkeit ist rasch abzustellen.

0 Stärkung der Betriebsräte. Ein neues Arbeitsverfassungsgesetz muss endlich neue Betriebsformen berücksichtigen, damit z.B. auch in Franchising-Betrieben und Konzern-Holdings die Errichtung effizienter Betriebsräte möglich wird.

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