SPÖ - NÖ fordert Verkehrslösungen für den Bezirk Mödling

Schlögl und Weninger: VOR - Kernzonenerweiterung und kreuzungsfreie Führung der Badener Bahn dringend notwendig.

Die Bundeshauptstadt und das Wiener Umland - und hier im besonderen der Bezirk Mödling - wachsen immer mehr zu einem gemeinsamen Lebens-und Wirtschaftsraum zusammen. Längst ist Mödling nicht mehr nur die lebenswerte Wohnregion für viele Wiener. In den letzten Jahren hat sich der Bezirk zum expandierenden Wirtschaftsstandort und attraktiven Einkaufszentrum für die gesamte Ostregion entwickelt.

Diese Entwicklung hat nicht nur positive Effekte, wie niedrigste Arbeitslosigkeit, höchste Einkommen, größtes Bildungsangebot, sondern auch negative Folgeerscheinungen, wie das unerträglich gewordene Verkehrsaufkommen. So gehört der Knoten Vösendorf mit rund 120.000 Verkehrsbewegungen pro Tag zu den meistbefahrenen Autobahnabschnitten Europas. Tag für Tag pendeln rund 40.000 Schüler und Arbeitnehmer nach Wien und gleich viele von Wien in den Raum Mödling. Verschärft wird diese Entwicklung durch den zunehmenden Transitverkehr, der in Ost-West-Richtung fast ausschließlich durch den Bezirk Mödling abgewickelt wird.

Ziel der Verkehrspolitik muß es sein, den öffentlichen Nahverkehr für die Pendler attraktiv zu machen, den Transitverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern um wieder Platz zu bekommen, für den notwendigen Individualverkehr. Werden die von der SPÖ im "Verkehrskonzept Mödling" formulierten Forderungen nicht rasch umgesetzt, droht der Region der völlige Verkehrskollaps. Diese Entwicklung bedroht die Lebensqualität der Menschen und macht die Region als Wirtschaftsstandort unattraktiv.

Utl: SP fordert zukunftsorientierte Verkehrslösung für das südliche Wiener Umland:

  • Badener Bahn kreuzungsfrei führen
  • Mit einem Fahrschein von Mödling nach Wien

- Badener Bahn an Wiener U-Bahn-Netz anbinden

Deshalb fordern SPÖ NÖ Vorsitzender BM Mag. Karl Schlögl und SPÖ Bezirksvorsitzender LAbg. Hannes Weninger folgende verkehrspolitische Maßnahmen:

Utl.: Badener Bahn kreuzungsfrei führen

Ab dem bevorstehenden Fahrplanwechsel am 28. Mai 2000 wird die Badener Bahn zwischen Wien und Wiener Neudorf im 7 1/2 Minuten-Takt verkehren. Damit geht eine langjährige Forderung der SPÖ spät aber doch in Erfüllung. Dieses Anliegen war jedoch stets mit der Begleitmaßnahme verbunden, die mehrfache Querung der B17 (Triester Bundesstraße) zu beseitigen. Vorgenommene Modernisierungen seitens der Wiener Lokalbahnen, wie z.b. bessere Ampelsteuerungen und kürzere Ein- bzw. Ausfahrtszeiten aus den Bahnstationen sind zu begrüßen.

Trotzdem droht an den besonders neuralgischen Kreuzungen in Vösendorf und Wiener Neudorf der totale Verkehrskollaps. Im Interesse der Autofahrer, der Anrainer und auch der Wirtschaft ist es dringend notwendig, diese Kreuzungen durch Über- bzw. Unterführungen der Badener Bahn zu entschärfen.

Die Region Mödling, die aufgrund ihrer Wirtschaftskraft das größte Steueraufkommen des ganzen Landes einbringt, verlangt endlich Investitionen für die Lösung der Verkehrsproblematik. Um die Relation zwischen den notwendigen Investitionen und dem Steueraufkommen deutlich zu machen, folgendes Beispiel: Die vollkommene Neugestaltung der Kreuzung B17 - Ketzergasse -Ortsstraße bei der Badener Bahn Haltestelle Vösendorf-Siebenhirten ist mit 250 Millionen Schilling kalkuliert. Demgegenüber steht die Tatsache, daß allein die SCS mit einem Umsatz von 1 Milliarde Schilling jährlich 200 Millionen Schilling nur an Mehrwertsteuer abliefert.

Utl.: Mit einem Fahrschein von Mödling nach Wien

Auf Antrag der SPÖ-Landtagsabgeordneten überprüft der Verkehrsverbund-Ost-Region derzeit eine Vereinheitlichung des Tarifsystems. Um den Schülern und Pendlern, aber auch den Theaterbesuchern und Einkäufern das Umsteigen auf Öffis attraktiver zu machen, müssen die Zonengrenzen innerhalb des VOR neu gestaltet werden. Derzeit wird in einer Expertenstudie an der Entwicklung eines Wabensystems gearbeitet, dass eine größere Tarifgerechtigkeit gewährleisten soll.

Schlögl und Weninger fordern eine Ausweitung der Kernzone 100 auf die erste Außenzone des VOR ohne Fahrpreiserhöhung. Die dadurch entstehenden Einnahmenverluste werden von Experten der AK Niederösterreich und des VOR mit 40 bis 80 Millionen Schilling pro Jahr kalkuliert. Dem gegenüber stehen zu erwartende Mehreinnahmen durch steigendes Passagieraufkommen. Diese Tariffierungsverluste, die direkt Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel im Bezirk Mödling und Wien zukommen würden, müssen innerhalb des VOR gerecht verteilt werden. Vom Land Niederösterreich fordern die beiden Politiker die deutliche Bereitschaft, die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.

Utl.: Badener Bahn an Wiener U-Bahn-Netz anbinden

Geht es nach Karl Schlögl und Hannes Weninger soll die jahrelange Diskussion über eine U-Bahn nach Mödling durch massive Investitionen in die Badener Bahn positiv abgeschlossen werden. Mit einer kreuzungsfreien Führung der Badener Bahn, der Anbindung an das Wiener U-Bahn-Netz bei Siebenhirten und mit dem Einsatz moderner Mehrzweckgarnituren die auf beiden Gleissystemen einsetzbar sind würde mit geringem Aufwand ein leistungsfähiges Nahverkehrsangebot für Wien und Niederösterreich entstehen.
Die Verkehrsprobleme der Bundeshauptstadt und des Wiener Umlandes können nur gemeinsam gelöst werden. Schlögl und Weninger appellieren, in diesen Fragen großräumiger und weitdenkender zu planen als in der Vergangenheit.

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