Arbeitsmarktentspannung in NÖ steht auf festen Beinen

Trotz geballter Bauarbeitslosigkeit im Jänner um 2.139 Arbeitslose weniger als im Vorjahr

Wien (OTS). Ende Jänner 2000 waren beim AMS NÖ 48.933 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 2.139 oder 4,2 % weniger als vor einem Jahr. Damit setzt sich die Arbeitsmarktentspannung in Niederösterreich auch im neuen Jahr fort, obwohl im Jänner die Bauarbeitslosigkeit in geballter Form wirksam geworden ist (10.946 Vorgemerkte aus Bauberufen, +606 gegenüber dem Vorjahr). Das Jahresbeschäftigungsmodell im Bauwesen bewirkt zwar nachweislich eine Verkürzung der saisonalen Arbeitslosigkeit am Bau und folglich eine Kostenentlastung für die Arbeitslosenversicherung. Spitzenwerte bei der Zahl der arbeitslos gemeldeten Bauarbeiter in den Monaten Jänner und Februar sind aber je nach Auftragslage möglich. Insgesamt verfügten Ende Jänner in Niederösterreich 19.495 arbeitslose Personen über eine verbindliche (Wieder-) Einstellungszusage von Dienstgeberseite. Damit hat sich die Zahl der Arbeitslosen mit Einstellungszusage gegenüber dem Vorjahr um 1.482 oder 8,2 % erhöht. Vor allem Unternehmen aus dem Bauwesen, dem Fremdenverkehr und der Land- und Forstwirtschaft lagern stärker als in den letzten Jahren Auslastungsschwankungen an die Arbeitslosenversicherung aus.

Insgesamt steht die fortgesetzte Arbeitsmarktentspannung in Niederösterreich auf festen Beinen. Im Technologiesektor ist die Konjunktur gut und die Beschäftigung stabil. Effizienzorientierung und Internationalisierung befeuern in vielen Wirtschaftsbereichen die Nachfrage nach hochwertigen unternehmensbezogenen Diensten (Finanz, EDV, Marketing, etc.). Positiv entwickeln sich auch die Arbeitskräftenachfrage im Handel und die Nachfrage nach personenbezogenen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit/Soziales, Freizeit, Unterhaltung. Die Arbeitslosigkeit sank in Niederösterreich gegenüber dem Vorjahr vor allem in den Berufsbereichen Handel (-629), Büro/inklusive neuer EDV-Berufe (-586), Fremdenverkehr (-227), Metall-/Elektro (-212 Vorgemerkte), TechnikerInnen (-122) und Gesundheit (-116). Zuletzt waren beim AMS NÖ 5.862 offene Stellen gemeldet, um 1.048 oder 21,8 % mehr als vor einem Jahr. Gegenüber dem Jänner 1998 beträgt das Plus bei den offenen Stellen sogar 2.177 oder 60 %.

Um 20% mehr Beschäftigungsaufnahmen von älteren Arbeitslosen

Ende Jänner waren in Niederösterreich 11.676 Personen über 50 arbeitslos vorgemerkt, um 632 oder 5,1 % weniger als vor einem Jahr. Die Trendwende bei der Altersarbeitslosigkeit, die im Juli 1999 zunächst zögerlich eingesetzt hat, scheint sich damit zu festigen. Zwar sind die Zugänge älterer Personen in die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch. Seit Juli 1999 konnte aber das AMS NÖ mittels forcierter Anstrengungen (Qualifizierung, Einstellbeihilfen, Arbeitskräfteüberlassung) 2.086 arbeitslose Niederösterreicher über 50 wieder in Beschäftigung bringen, um 333 oder 20 % mehr als im Jahresvergleich. Eine gewisse Entspannung bei der Altersarbeitslosigkeit sollte im Jahr 2000 auch von der Verringerung der jüngeren Jahrgänge unter den Erwerbsinteressierten ausgehen. Zunehmende Barrieren für ältere ArbeitenehmerInnen gegenüber einem vorzeitigen Übertritt in die Pension könnten diese Effekte aber wieder aufwiegen.

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