ÖCV besorgt über Krise in Österreich

Kritik an Haider - Hoffen auf faire Behandlung Österreichs durch EU und USA

Wien (OTS) - Die Vorsitzenden des Österreichischen
Cartellverbandes (ÖCV) Dr. Helmar Kögl und Mag. Christian Gehrer zeigen sich über die jüngsten Entwicklungen der Krise zwischen Österreich und der Europäischen Union (EU) bestürzt und betroffen. Kögl und Gehrer: "Die größte katholische Akademikerorganisation Österreichs steht uneingeschränkt zu den Zielen der Europäischen Integration und der Rolle Österreichs innerhalb der Europäischen Union, wie es der ÖCV bereits in seiner "Europa Deklaration" 1994 festgeschrieben hat."

"Die beleidigenden Aussagen Dr. Jörg Haiders gegenüber Belgien und Frankreich sind auf das Schärfste zurückzuweisen und werden von vielen jungen Menschen in diesem Land verurteilt", umriß Gehrer das Stimmungsbild. "Wer nach jahrelanger populistischer Oppositionspolitik eine international anerkannte Regierungsrolle übernehmen will, hat sich einer Sprache zu bedienen, die dem internationalen Umgang mit anderen Ländern entspricht", so Kögl weiter. Die beiden Vorsitzenden rufen daher Dr. Haider auf, jegliche weitere Entgleisungen zu unterlassen, um Österreich nicht noch größeren Schaden zuzufügen. "Die uneingeschränkte Zustimmung zur einzigartigen Friedensidee Europa muß heute mehr denn je über opportunistisches parteipolitisches Geplänkel gestellt werden", so die Vorsitzenden unisono.

Gleichzeitig hoffen die ÖCV-Vorsitzenden, daß sowohl die Europäischen Partner als auch die USA ihre überzogene Haltung zu Österreich überdenken werden. Kögl: "Österreich hat sich in der Nachkriegszeit als stabile Demokratie etabliert, daran wird nicht zu rütteln sein. Daher wird auch eine Pauschalverurteilung und Isolation Österreichs von den Österreichern als ungerecht empfunden. Die Sorgen vieler Staaten, daß bestimmte frühere Aussagen von Dr. Haider und anderen Politikern der FPÖ zur Nazi-Zeit und zu Ausländern allgemeiner Ton werden könnte, wird auch vom ÖCV geteilt. Jedoch ist eine pauschale Vorverurteilung kein förderndes Instrumentarium, die Einheit Europas weiter zu betreiben."

Der ÖCV tritt seit je her für ein aktives Vorantreiben der Europäischen Integration ein. Nicht zuletzt ÖCV-Mitglieder wie Außenminister a.D. Dr. Alois Mock waren und sind die Baumeister der Europäischen Begeisterung in Österreich. "Diese Begeisterung ist unter den Mitgliedern des ÖCV ungebrochen", so Gehrer. Als Beispiel nannte Gehrer die Abhaltung der Jahreshauptversammlung des ÖCV im Juni in Brixen/Südtirol unter dem Motto "Ein Fest für Europa" in völkerverbindenden europäischem Sinne.

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