KfV: Richtiges Verhalten bei Eisenbahnkreuzungen Einige schwere Unfälle in den letzten Tagen

Wien (OTS) - In den letzten Tagen haben sich in Österreich einige schwere Verkehrsunfälle an Eisenbahnkreuzungen ereignet, die Unfallursachen werden zur Zeit noch untersucht, menschliches sowohl als auch technisches Versagen scheinen gegeben.

Tipps zum richtigen Verhalten bei Eisenbahnkreuzungen: Die rechtlichen Grundlagen laut Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung:

Grundsätzlich ist bei der Annäherung an Eisenbahnübergänge, geregelte und ungeregelte, die Geschwindigkeit so zu wählen, daß man jederzeit anhalten kann. Weiters gilt ein absolutes Überholverbot von mehrspurigen Kfz in einem Bereich von 80 Meter vor bis unmittelbar nach dem Bahnübergang; auf dem Übe= rgang selbst gilt ein absolutes Überholverbot. Auch das Parken, Halten und Umkehren sind verboten. Wenn ein gefahrloses Überqueren der Eisenbahnkreuzung möglich und erlaubt ist, so hat dies ohne Verzögerungen und so rasch wie möglich zu erfolgen.

Grundsätzlich gilt bei Eisenbahnkreuzungen: Es gibt keine freie Fahrt , man muß sich in jedem Fall davon überzeugen, daß eine gefahrlose Überquerung möglich ist. Dazu sind ergänzende Signale -optische oder akustische - zu beachten. Sind rote oder rot-gelbe Lichter, Läutwerke oder Löffelräder bei beschrankten Bahnübergängen nicht auffällig, hat man sich trotzdem in jedem Fall durch Schauen und Hören von einer gefahrlos möglichen Überquerung der Eisenbahnkreuzung zu überzeugen.

Autofahrer unterschätzen zumeist die Gefahren einer Zuggarnitur und schätzen deren Anhaltewege falsch ein. Ein Lokführer fährt nicht auf Sicht, sondern orientiert sich an Signalen, der extrem lange Bremsweg bringt es mit sich, daß der Zug vor einem Bahnübergang meist nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand kommen kann, sollte z.B. ein Pkw auf den Schienen stehen. Daher sollte generell gesundes Mißtrauen gegenüber der Technik und deren Funktionieren vorhanden sein, so auch bei dem bestgesicherten Bahnübergang.

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