Brauner: Integrationsarbeit jetzt in Wien forcieren

Migrantenorganisationen mit drei VertreterInnen im Wiener Integrationsfonds

Wien, (OTS) Das Kuratorium des Wiener Integrationsfonds hat Dienstag Nachmittag die Wahl von drei VertreterInnen inclusive je einem/er Stellvertreter/in aus den MigrantInnenorganisationen in dieses Gremium beschlossen. Insgesamt stehen 26 KandidatInnen zur Wahl, die auf der ersten Arbeitskonferenz der Wiener Integrationskonferenz Anfang Mai stattfinden wird. Auf Antrag der
am 20. November des Vorjahres vom WIF veranstalteten Integrationskonferenz war die für diesen Termin bereits
vorgesehene Wahl eines Mitgliedes und eines Ersatzmitgliedes aus
dem Kreis der NGOs verschoben worden, weil von der Integrationskonferenz die Entsendung mehrere VertreterInnen aus
den Migrantenorganisationen in das Kuratorium des WIF gefordert worden war. Nunmehr werden erstmals drei VertreterInnen der NGOs
im Kuratorium, dem höchsten Entscheidungsgremium des Fonds, aktiv mitgestalten und mitentscheiden können.

Die Präsidentin des Wiener Integrationsfonds, Integrationstadträtin Mag. Renate Brauner bezeichnete die Dienstag gefällte Entscheidung des Kuratoriums als wichtigen Schritt zur aktiven Mitgestaltung der MigrantInnenorganisationen in der Wiener Integrationspolitik.****

Brauner betonte, dass mit den drei neuen
Kuratoriumsmitgliedern mit Sicherheit viele neue Ideen,
Initiativen und Vorschläge eingebracht werden und ein weiterer Beitrag zu einer erfolgreichen Integrationsarbeit geleistet wird. Brauner wörtlich." Gerade jetzt ist es für mich enorm wichtig die Miteinanderarbeit zu verstärken, und der drohenden Spaltung
unserer Gesellschaft und dem Klima der Intoleranz entschieden entgegenzutreten.

Fondchef Seitner erklärte, dass der WIF den 26 KandidatInnen jedenfalls anbieten werde, sich auf der homepage des www.wif.wien.at/ zu präsentieren.

Im Hinblick auf den ebenfalls von der Wiener Integrationskonferenz gestellten Antrag zur Einführung des
passiven Wahlrechtes auf Betriebsrats- und Interessensvertretungsebene, sowie zur Schaffung eines Antidiskriminierungsgesetzes erklärte Brauner neuerlich, dass sie diese Forderungen voll unterstütze und sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch für die Umsetzung dieser Forderungen einsetzen werde. Der Wiener Integrationsfonds finanziert jedenfalls bereits eine Studie des Ludwig Boltzmann Institutes für Menschenrechte zur "Ausarbeitungen eines Entwurfes für ein österreichisches Antidiskriminierungsgesetz" mit.

Vom Kuratorium des Integrationsfonds wurde weiters auch eine Förderung für die von der Volkshilfe Wien getragene Wohnungsdrehscheibe in der Höhe von 1 Mio Schilling beschlossen. Die Wohnungsdrehscheibe wird schon seit Jahren vom Wiener Integrationsfonds mitunterstützt und ist spezialisiert auf die Wohnungsprobleme von ZuwanderInnen. Die Tätigkeit reicht von Information und Beratung bishin zu Wohnungsvermittlung.

Dritte Sprachoffensive startet mit verstärktem Weiterbildungsangebot im April

WIF Geschäftsführer Seitner informierte in der Kuratoriumssitzung außerdem über den Start der nunmehr dritten Sprachoffensive im April dieses Jahren. Das Deutschkursangebot für MigrantInnen wird diesmal verstärkt in Richtung Bildung und Qualifikation gehen. Intensiviert werden soll im Rahmen dieser Sprachoffensive auch die Anbindung an die Betriebe, in denen viele MigrantInnen arbeiten. Ein zusätzliches Angebot soll es auch für unbegleitete minderjährige Jugendliche geben. (Schluss) gph

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