LR Knotzer: Rechtsnationale Sprache bei ÖVP-Politikern lässt Schlimmes befürchten

Burgenlands VP-Jellasitz spricht von "hygienischen Gründen" für eine FP/VP-Koalition

St. Pölten, (SPI) - "Es gab meines Wissens bisher nur eine einzige Staatsform in Europa, die sich aus "hygienischen Gründen" für einen Wechsel innerhalb eines Staates bzw. für politische Maßnahmen innerhalb eines Staatsgefüges ausgesprochen hat. Dies waren die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler, die aus "hygienischen Gründen" die Verfolgung des Judentums eingeleitet haben und Millionen Andersdenkende, darunter Sozialdemokraten und Christdemokraten, in Konzentrationslager und Vernichtungslager inhaftiert haben", kommentiert der Niederösterreichische Sozialdemokratische Landesrat Fritz Knotzer jüngste Äußerungen des Burgenländischen VP-Landesparteivorsitzenden LHStv. Gerhard Jellasitz. Es war im übrigen auch einzig und allein die ÖVP in Österreich unter Bundeskanzler Dollfuß, die im Rahmen der rechtsnationalen Diktatur das Bundesheer gegen Andersdenkende aufmarschieren ließ, Standgerichte installierte, Menschen auf der Straße erschoß und Konzentrationslager einrichtete.****

"Für mich haben Menschen, die sich einer solchen Sprachregelung bedienen, jedwedes Recht auf die Berufung auf politische, aber auch auf christlich-soziale Werte, verloren. Sie sind auf immer politisch diskreditiert und im Rückschluß auf ihr Gedankengut wohl auch eine Gefahr für das demokratische Österreich. Ich apelliere an alle demokratischen Kräfte in Österreich, eine solche Sprachregelung nicht zuzulassen und möglichen neuen Anfängen zu wehren. Wenn sich manche aus "hygienischen Gründen" eine neue Regierung wünschen, wenn sich manche mit Politikern, die Menschen als "Filzläuse" und "Schmarotzer" bezeichnen, zusammentun, dann könnten Geister der Vergangenheit auferstehen, die wir längst tief vergraben glaubten", so der SPNÖ-Landespolitiker abschließend.
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