Hilfe für Europa wirkt

Caritas bittet um Hilfe für Rumänien, Albanien und andere Länder im Neuen Europa

Wien (car-pd): "Ich kann Ihnen versichern: Ihre Spende wirkt," lautet das Kurzresümee der Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi, die sich in den letzten Tagen an Ort und Stelle ein Bild von der Caritashilfe in Rumänien gemacht hat. Die sichtlich betroffene Journalistin berichtet: "Die Lage ist dramatisch, in vielen städtischen Wohnblocks sind Menschen diesen Winter gezwungen, bei Temperaturen unter 20 Grad minus ohne Heizung und ohne Wasser zu leben, weil sie die Rechnungen nicht bezahlen können. Alte Menschen leiden Not, weil mit der Durchschnittspension von 30 D-Mark nur für die Hälfte der Betriebskosten einer zwei Zimmer-Wohnung reicht. Viele Altersheime haben aus Geldmangel ihre Bewohner entlassen. 140 000 Kinder leben auf der Straße."

"Talentreserve Caritas" Die Caritas habe, sagt Coudenhove-Kalergi, "vorbildliche Projekte" initiiert, die auch von der EU und staatlichen Behörden als modellhaft anerkannt seien. Die rumänische Caritas sei eine "Talentreserve ", die der Entwicklung des ganzen Landes zugute komme, die Mitarbeiter handelten "menschlich und kompetent". Als Beispiel für gelungene Caritasarbeit nannte sie eine Romasiedlung im nordrumänischen Dorf Petea. "100 Prozent der Bewohner sind Analphabeten und damit auf dem Arbeitsmarkt chancenlos. Die Romakinder wurden in der Dorfschule nie akzeptiert. Vor einigen Jahren eröffnete die Caritas einen Kindergarten für Roma, wo Kinder, die noch nie einen Bleistift in der Hand hatten, auf die Schule vorbereitet wurden. Heute gehen die Kinder mit Freude in die Dorfschule." Barbara Coudenhove-Kalergi erzählt von einem Projekt in der Stadt Satu Mare. "Die meisten Alten der Stadt leben in bitterer Armut. Für sie hat die Caritas ein Zentrum eröffnet, wo sie ein Mittagessen bekommen, und liebevoll und kompetent betreut werden." Mit diesem Projekt habe die Caritas Menschen, die immer nur gehört hatten, daß sie nichts wert seien die Erfahrung vermittelt, doch etwas wert zu sein.

"Hilfe hat Wunder gewirkt" Coudenhove-Kalergi zeigte sich besonders beeindruckt von einem Projekt für Aids-infizierte Kinder in Bukarest. "Die Caritas hat viele HIV-positive Kinder aus Spitälern und Waisenhäusern geholt und in Familiengruppen untergebracht. Alle waren von ihren Eltern verlassen, unterernährt und verwahrlost. Diese Kinder ohne Hoffnung, die den ganzen Tag in Gitterbetten vegetierten, sind heute fröhliche junge Menschen, die in einer liebevollen Umgebung aufwachsen. "Hilfe aus Österreich hat in Rumänien wahre Wunder bewirkt" schließt Barbara Coudenhove-Kalergi ihren Bericht." Die Spenden für die Caritas sind mehr als Überlebenshilfe, sie geben Menschen Initiative, Menschenwürde und Lebensfreude zurück. Was ich gesehen habe, hat mich tief beeindruckt. Jeder Spender kann sich sicher sein, daß seine Hilfe für notleidende Menschen einen spürbaren Unterschied zum Besseren macht. Ihre Spende ist kein Almosen, sondern eine Investition."

Spenden ist Investition in die Zukunft "Spenden wirken als Investition in die Zukunft eines Neuen Europa." Caritaspräsident Franz Küberl zog eine Erfolgsbilanz der zehn Jahre Hilfe in Rumänien, die im Dezember 1989 nach dem Sturz des Ceaucescu-Regimes begann. Die Caritas hat seither mit über 235 Millionen Schilling unzählige Projekte ins Leben gerufen, darunter Unterkunft und Betreuung für Strassenkinder und HIV-positive Kinder, Gesundheitsprojekte, Hilfe für behinderte Kinder, alte Menschen und Roma-Familien. "Es ist wichtig, daß wir diesen 'Rohbau der Hilfe' nicht unvollendet verfallen lassen. Die Großzügigkeit der Spender zeigt, daß den Österreichern Länder wie Rumänien wichtig sind," betont Küberl. "Viele Österreicher sind sich bewußt, daß sie die letzen 40 Jahre auf der Sonnenseite der Geschichte gelebt haben. Sie fühlen sich mitverantwortlich für das Neue Europa und wollen sich nicht abschotten." Küberl appellierte an die "nächste Regierung", sich ihrer Aufgabe und Verantwortung für das Neue Europa bewußt zu sein und "tatkräftig mitzuhelfen, den 'Hausbau der Hilfe' zu vollenden."

50 Prozent der Aids-infizierten Kinder Europas leben in Rumänien Franz Küberl zeigt sich tief betroffen von der Lebenssituation der Rumänen: "Zu Beginn des dritten Jahrtausends, 500 Kilometer südöstlich von Wien, sitzen unterernährte Kinder bei Minustemperaturen auf dem Erdboden. Alte Menschen frieren und gehen jeden Abend hungrig schlafen. Die gesundheitliche Situation ist dramatisch. Noch immer hat Rumänien die meisten Tuberkulose-Erkrankungen, die höchste Kindersterblichkeit Europas, mehr als 50 Prozent der mit AIDS infizierten Kinder Europas leben in Rumänien," berichtet Küberl. Mit dem Bau und der Einrichtung von Krankenpflegeheimen, einer Poliklinik und einem Kinder-Sanatorium habe die Caritas neue Qualitätsmaßstäbe in der medizinischen Versorgung gesetzt. In der Umsetzung habe sich das Konzept der diözesanen Partnerschaften bewährt. Je eine österreichische Diözesancaritas betreut mit viel persönlichem Einsatz eine rumänische Regional-Caritas.

10 Jahre Caritasarbeit in Rumänien "Dank Hilfe aus Österreich kann die rumänische Caritas heute ihren sozialen Auftrag erfüllen. Nicht zuletzt durch eine Reihe kleiner einkommenschaffender Projekte wie Second Hand-Läden und Reparaturwerkstätten hat sich die Caritas in Rumänien ein großes Stück Unabhängigkeit erworben," berichtet Franz Küberl. "Die Welle der Hilfsbereitschaft ist seit 10 Jahren nicht verebbt, es ist mir ein Bedürfnis, den Dank aus Rumänien an die großzügigen Spenderinnen und Spender aus Österreich weiterzugeben," betont der Caritaspräsident.

Eine Million Strassenkinder warten auf Hilfe Küberl appelliert:
"Bitte lassen Sie in Ihrer Hilfsbereitschaft nicht nach, die Zukunft der Kinder im Neuen Europa liegt in unseren Händen. In Ländern wie Albanien, der Ukraine und in Russland warten rund eine Million Strassenkinder darauf, daß sich jemand ihrer annimmt. Es sind meist Kinder, die vor menschenunwürdigen Bedingungen in Heimen und Familien auf die Strasse fliehen. Sie leiden an Hunger und Krankheit, sie werden benutzt, mißhandelt und ausgebeutet. Diese Kinder sind buchstäblich unsere Nächsten. Nur wenn es uns gelingt, ihnen Zukunft zu geben, wird Europa ein Kontinent der Menschlichkeit und des Friedens sein."

Null Prozent Werbungskosten durch Gratiswerbung und Sponsoring von Erste Bank und Sparkassen Die Caritas freut sich, daß die Hilfsaktion für das Neue Europa auch heuer mit nahezu Null Prozent Werbungskosten auskommt. Der Grund: ORF, Plakatwirtschaft und Printmedien stellen Gratiswerbung zur Verfügung. Die Erste Bank und die Sparkassen übernehmen im Rahmen der "Partnerschaft für das Neue Europa" Kosten für Papier, Druck und Filmmaterial und die Selbstkosten von Agentur und Filmproduktion. Die Caritas-Werbeagentur "CCP, Heye" hat zum Selbstkostenpreis die Kampagne erstellt, die Filmproduktion PPM stiftet den Werbespot.

Die Caritas bittet um Hilfe für das Neue Europa. PSK-Konto 7 700 004. Rückfragehinweis: Caritas Kommunikation, Dr. Elisabeth Hotter, 01-878 12-139

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